Lebenslagen, Vielfalt & Stadtentwicklung

Neu denken. Beteiligen. Handeln.

Der Geschäftsbereich Lebenslagen, Vielfalt & Stadtentwicklung bietet vielfältige Projekte, die auf den ersten Blick uneinheitlich erscheinen. Von praktischer individueller Sozialarbeit, über die Vernetzung gewachsener Systeme bis zu zukunftsfähiger und nachhaltiger Stadtentwicklung. Unterstützungsangebote sollen stets die Gesamtheit des Problems erfassen, denn die meisten Themen zeichnen sich durch vielschichtige Ursachen und Wirkungen aus. Aus dieser Betrachtungsweise werden neue Projektkonstellationen und fachliche Ansätze abgeleitet, die sich in unterschiedlichen Projekttypen widerspiegeln.

Lebenslagen

Kinder und Jugendliche müssen die Herausforderungen des Erwachsenwerdens bewältigen. Manchmal gelingt diese Anpassung nicht ohne Schwierigkeiten und Hilfe. Eine bloße Symptombearbeitung bietet aber keine nachhaltige und langfristige Bewältigung. Lösungen setzen an den Alltagsverhältnissen und subjektiven Erfahrungen, Handlungs- und Deutungsmustern der Adressatinnen und Adressaten an. Ihre Ressourcen werden in die Prozesse einbezogen und sind die Voraussetzung für eine Stärkung ihrer Eigenverantwortlichkeit und Teilhabe.

Unterstützungsleistungen für Jugendliche stellt der Geschäftsbereich Lebenslagen, Vielfalt & Stadtentwicklung mit vielfältigen Praxisprojekten bereit. Die Projekte setzen dort an, wo sich allgemeine gesellschaftliche Krisenpotenziale abzeichnen, so z. B. bei Kriminalitäts- und Gewalterfahrung, Jugendarbeitslosigkeit, Bildungsdefiziten oder in der Migrations- bzw. Flüchtlingsarbeit, sowie der Bewältigung individueller sozialisations- und entwicklungsbedingter Probleme. Über innovative und experimentelle pädagogische Konzepte werden Lösungen gesucht, welche die Jugendlichen in ihrem sozialen Umfeld stabilisieren und neue Handlungsmöglichkeiten für eine erfolgreiche Lebensbewältigung eröffnen.Darüber hinaus existieren Formen und Projekte zur Qualifizierung der Netzwerk- und Strukturarbeit. Dabei wird an verschiedenen Schnittstellen die (inter)institutionelle Zusammenarbeit gefördert. Die Projekte unterstützen dabei die Kooperation zwischen verschiedenen Akteuren und Institutionen, um ein abgestimmtes Vorgehen zu ermöglichen – beispielsweise durch Kinder- und Jugendbeteiligung oder auch Kriminalprävention.

Zugrunde liegt das Erkennen eines gemeinsamen Themas, zu dessen Bearbeitung eine Zusammenarbeit förderlich erscheint. Netzwerkarbeit verlangt das Zusammenwirken von relevanten Akteuren und Beteiligten, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Das spart Ressourcen und trägt dazu bei, den Effekt über die einzelnen Möglichkeiten der Akteure hinaus zu erhöhen.

Vielfalt

Das Zusammenleben in der pluralistischen Einwanderungsgesellschaft bietet vielfältige Möglichkeiten und Chancen, wenn es eine Auseinandersetzung mit Ideologien der Ungleichheit und Ungleichwertigkeit gibt. Die Projekte des Geschäftsbereichs Lebenslagen, Vielfalt & Stadtentwicklung bieten staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen, Einrichtungen, Projekten und Initiativen Beratungs-, Vernetzungs- und Qualifizierungsdienstleistungen v. a. für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren an.

Sie unterstützen, begleiten und moderieren partizipatorische Prozesse für konkrete Lösungsansätze und Projekte. Beteiligung setzt aber häufig nicht nur persönliche Betroffenheit und Engagementbereitschaft voraus, sondern wird auch bei jungen Menschen durch Wissen um demokratische Grundlagen und Verfahren erreicht und verstärkt. Demokratieerziehung und politische Bildung werden so zum Fundament für demokratische Partizipation.

Stadtentwicklung

Die Leitfrage „Wem gehört die Stadt?“ verdeutlicht das Spannungsfeld der Partizipation in einer Stadt der Vielfalt mit ihren verschiedensten Nutzerinteressen und Verdrängungsprozessen. Auch hier ist vor allem der ressortübergreifende Querschnittsansatz der Beteiligung von Bedeutung. Kinder und Jugendliche sehen und nutzen die Stadt anders als Erwachsene, Neuzugewanderte Menschen anders als Alteingesessene.

Der Geschäftsbereich Lebenslagen, Vielfalt & Stadtentwicklung nimmt teil am laufenden Diskurs zu Entwicklungstendenzen der Stadtentwicklung, gibt Impulse für die Politik im Stadtteil und leistet u. a. die Organisation von Stadtteilkonferenzen zur Förderung der Information und Beteiligung der Bürgerschaft über Entwicklungen in Stadtteil und Wohnumfeld. Als Dienstleister übernimmt er darüber hinaus Aufgaben der Steuerung von Baumaßnahmen und der Gestaltung gesellschaftlichen Zusammenlebens. Zusammen mit einem ARGE-Partner unterstützt er die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt bei der Umsetzung des Programms "Zukunftsinitiative Stadtteil" (ZIS).

Leitung

Karl-Friedrich Schnur (Leitung)
Konstanze Fritsch (Stellvertretende Leitung)

Kontakt

Stiftung SPI
Geschäftsbereich Lebenslagen, Vielfalt & Stadtentwicklung
Frankfurter Allee 35 – 37, Aufgang C Lageplan
10247 Berlin

Telefon: 030 49300110
Fax: 030 49300112
E-Mail: lebenslagen( at )stiftung-spi.de

Verwaltung

Belforter Straße 20 Lageplan
10405 Berlin

Telefon: 030 55680420
Fax: 030 55680426