Arbeit in Fachgruppen

Arbeit in Fachgruppen

Neben der regionalen Zuordnung in den Standorten sind alle Projekte in Fachgruppen organisiert. Die Fachgruppen gewähren projektübergreifend einen Erfahrungsaustausch und Abstimmung untereinander.

Fachgruppe Häuser

Zu den Basisleistungen der Brandenburger Geschäftsbereiche zählt die Jugendfreizeit- und Kulturarbeit in zentralen Einrichtungen, die allen Bürgerinnen und Bürgern der jeweiligen Städte offen stehen. 

Neben dem Schwerpunkt der Kinder- und Jugendarbeit besteht eine Grundorientierung zu multifunktionalen Einrichtungen für die jeweiligen Städte und deren Umgebung in den Bereichen Kultur, Freizeit, Bildung und bürgerschaftlichem Engagement im Kontext der zukünftig notwendigen Anpassungen an den demografischen Wandel. 

Hier werden generationsübergreifende, stadtzentrale, kulturelle, soziale und bildungsorientierte Angebote unterbreitet, die mit den Nutzern und interessierten Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam weiter entwickelt werden. 

Die Handlungsfelder der Einrichtungen gliedern sich in folgende Bereiche: Soziokultur/Veranstaltungen, Offene Kinder- und Jugendarbeit, Jugendkoordination, Internationale (Jugend-)Bildung, Kurse, Projekte/Workshops/ Kooperationen mit Schulen und Vereinen, Familienarbeit, Feriengestaltung und Gremienarbeit. 

Fachgruppe „Ambulante Hilfen zur Erziehung“

Durch den Aufbau des Leistungsbereiches „Ambulante Hilfen zur Erziehung“ wurde im Jahr 2013 aufgrund fachlich-inhaltlicher Erwägungen und der Angleichung an die Struktur der Brandenburger Geschäftsbereiche die Installation einer Fachgruppe für dieses Arbeitsfeld notwendig.

Die Themen umfassen die Vereinheitlichung von Dokumenten, Verfahrensabläufen und inhaltlichen Standards, die Entwicklung weiterer arbeitsfeldspezifischer Konzepte, die Unterstützung und Begleitung der im Aufbau befindlichen Standorte sowie die Entwicklung einer einheitlichen Handlungssicherheit im Bereich des Kinderschutzes. Darüber hinaus werden die Themen Teamentwicklung, Teamführung und Kostensatzverhandlung berührt, aber auch arbeitsfeldbezogene Entwicklungen (Qualitätssicherungskonzepte, Beteiligung in kommunalen Gremien, Vorhaben zuständiger Kostenträger) der jeweiligen Landkreise abgeglichen.

Fachgruppe Bildung

Die Fachgruppe bündelt alle Aktivitäten der Brandenburger Geschäftsbereiche, welche Bildung für verschiedene Zielgruppen anbieten. Die Fachgruppenarbeit findet in folgenden Arbeitsfeldern statt: 

Integrierte Projekte von Jugendhilfe und Schule zur Vermeidung von Schulabbrüchen
Die Bildungsangebote richten sich an Schülerinnen und Schüler im 9. oder 10. Schulbesuchsjahr, die den Schulabschluss „Berufsbildungsreife“ mit sozialpädagogischer Begleitung besser erreichen können. Ihr Übergang in eine Berufsausbildung wird intensiv mit ihnen vorbereitet und begleitet. Jedes Projekt verfügt über eine Lehrerstelle, die mit Lehrerinnen und Lehrern aus lokalen Kooperationsoberschulen besetzt sind. 

Projekte zum nachträglichen Erwerb von Schulabschlüssen
Ziel dieser Projekte ist es, jungen Menschen die Möglichkeit zu eröffnen einen Schulabschluss (einfache und/oder erweiterte Berufsbildungsreife) im Rahmen einer Nichtschülerprüfung nachzuholen. Durch die Verbindung von individuell abgestimmter Qualifizierung und sozialpädagogischer Begleitung werden Wissen und Schlüsselqualifikationen vermittelt und soziale Kompetenzen der Teilnehmenden gefördert. Praxiseinsätze in verschiedenen Berufsfeldern helfen den Jugendlichen darüber hinaus, für sich eine berufliche Perspektive zu entwickeln und sich zu orientieren. 

Tätigkeitsbegleitende Qualifizierung (TBQ) zum Erzieher/zur Erzieherin für Kindertagesbetreuung im Land Brandenburg
Das Angebot richtet sich an Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger, die den Wunsch haben, in einer Kindertagesstätte des Landes Brandenburg als pädagogische Fachkraft zu arbeiten. Außerdem werden neue Wege der Organisation und Methodik in der Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern erprobt. 

Die Bildungsprojekte in der Fachgruppe arbeiten nach entsprechenden Qualitätsstandards, verfügen über Fachpersonal sowie über Vernetzungen und Kooperationen mit Schulen, Behörden, Betrieben sowie anderen Bildungseinrichtungen.

Fachgruppe Kindertagesbetreuung

Der Fachgruppe Kindertagesbetreuung gehören der Integrationshort Frankfurt (Oder), der Hort „Nordlicht“ Frankfurt (Oder), der Hort „Buntstifte“ Potsdam, der Hort und AKI (Andere Kindertagesbetreuung - nach dem KITA-Gesetz) , die „Art-Kids“ Senftenberg sowie der Naturkindergarten und Hort Eichhörnchen Leuenberg an.

Entsprechend der übergeordneten Konzeption der Stiftung SPI arbeiten alle Horte und Kitas in der Fachgruppe Kindertagesbetreuung gemeinsam an der Verbesserung der eigenen Standards und der Weiterentwicklung der Konzepte zur Kindertagesbetreuung. Hier werden Anregungen aus den einzelnen Einrichtungen besprochen und gegebenenfalls in die aktuelle Arbeit als Standard für alle Kindereinrichtungen der Stiftung übernommen. Die Fachgruppe entwickelt aber auch zu den unterschiedlichsten Themen in der Kindertagesbetreuung eigene Inhalte und Standards, welche sie in die aktuelle Arbeit fließen lässt.

Alle Einrichtungen der Kindertagesbetreuung sind fachlich fundiert, vielfältig im Angebot und verlässlich in der Betreuung. Bildung, Erziehung und Betreuung haben das Ziel, Kinder zur Selbstbestimmung und Selbstverantwortung zu führen.

Fachgruppe Medien

Zu den integralen Bestandteilen der pädagogischen Arbeit der Brandenburger Geschäftsbereiche der Stiftung SPI zählt die medienpädagogische Arbeit in den Jugendinformations- und Medienzentren (JIM) an verschiedenen Standorten. 

Diese stehen in den jeweiligen Städten allen Interessierten offen. Die JIMs verstehen sich also als medienpädagogische Dienstleister in der jeweiligen Region und arbeiten mit Kindern, Jugendlichen, Eltern, Senioren und pädagogischen Fachkräften.

Sie arbeiten nach entsprechenden Qualitätsstandards, verfügen über medienpädagogisches Personal sowie über intensive interne Vernetzungen und Kooperationen mit anderen Einrichtungen.  

Fachgruppe Gemeinwesen

Gemeinwesen wird als ein Querschnittsthema mit enormer gesellschaftlicher Spannweite verstanden, das alle Bevölkerungsschichten betrifft und Auswirkungen auf alle Bereiche der Stiftung SPI hat.

Die inhaltliche Arbeit der Fachgruppe ist von Austausch und Informationsweitergaben, z. B. zu Best-Practice-Beispielen, neuen Fördermöglichkeiten und Entwicklungen in der Gemeinwesenarbeit geprägt. So sichert die Fachgruppe einen landesweiten Austausch sowie die (Selbst)Reflexion über aktuelle Projekte ab, erweitert Horizonte,  vermittelt Ansprechpartnerinnen und -partner bei Herausforderungen und Unterstützung bei Projektanträgen. Die Fachgruppe bietet einen Beitrag zur Überprüfung, Modifikation und Weiterentwicklung der lokalen Projekte sowie zur kollegialen Beratung.

Durch gezielte Weiterbildungen und Spezialisierung im Bereich Gemeinwesen und/oder damit verbundenen Themenkomplexen – wie Beteiligungsverfahren – stellt die Fachgruppe einen Pool an Fachpersonal und -kompetenzen dar, der die Praxis vor Ort an allen Standorten bereichert. 

Fachgruppe Berufliche Integration

Aufgabe der Fachgruppe ist die aktive Teilnahme an der Lösung sozialer Probleme, die Weiterentwicklung von Theorie und Praxis der sozialen Arbeit in Verbindung mit beruflicher Integration. Die erfolgreiche Bewältigung des Übergangs von Schule in Ausbildung sowie von Ausbildung in Arbeit ist die Basis für ein selbstbestimmtes, durch gesellschaftliche Teilhabe geprägtes, Leben im erwerbsfähigen Alter. 

Die Fachgruppe setzt sich aus den Projektleiterinnen und Projektleitern der Projekte, deren  Schwerpunkt  die berufliche Integration von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist, zusammen. Sie versteht sich als Interessenvertretung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die aus unterschiedlichen Gründen am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt nicht teilnehmen können.

Die Ermöglichung beruflicher Teilhabe, insbesondere für junge Menschen in prekären Lebenslagen und der häufig daraus resultierenden fehlenden Basisqualifikation, sei es im formalen, aber auch personalen Bereich, stellt ein wichtiges Segment der Arbeit der Stiftung SPI in Brandenburg dar und wird von einer Vielzahl von Projekten angestrebt, deren Auftrag es ist, sowohl Jugendliche als auch Erwachsene bei ihrer beruflichen Orientierung und ihrer (Wieder)Eingliederung ins Berufsleben zu unterstützen.

Fachgruppe Jugendarbeit/Schulsozialarbeit

Arbeitsbereich Offene Jugendarbeit und mobile Jugendarbeit

Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit zählen zu den Basisleistungen der Stiftung SPI, Niederlassung Brandenburg und leisten entsprechend der Ziele und Grundsätze regionaler Jugendförderpläne wichtige Beiträge zur Entwicklung sozialer Kompetenzen, Prävention, Partizipation, Mitgestaltung und Mitbestimmung, Gleichberechtigung und Integration, Hilfe zur Selbsthilfe für, mit und bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen der jeweiligen Sozialräume, Gestaltung von Lern- und Erfahrungsräumen für Kinder und Jugendliche.

Die Projekte der Offenen Jugendarbeit und mobilen Arbeit verstehen sich als Interessenvertretung ihrer Zielgruppen, nehmen dabei eine Position kritischer Parteilichkeit ein und bieten jungen Menschen Hilfe und Unterstützung in Krisen- und Notsituationen an. 

Eine besondere Entwicklung der letzten vier Jahre ist der sozialräumliche Ansatz der Arbeit in Jugend-Aktions-Teams zu nennen. Dieser findet seitens der Auftraggeber großen Zuspruch.

Arbeitsbereich Sozialarbeit an Schule

Die Projekte Kooperation zwischen Jugendhilfe und Schule stellen ein handlungsfeldübergreifendes Angebot der Jugendhilfe am Ort und im Lebensraum Schule dar, welches entwicklungsbegleitende Hilfen für alle Kinder und Jugendlichen der Schule sowie einzelfallbezogene Hilfen für sozial benachteiligte bzw. für Schüler/innen mit negativen Lernerfahrungen und für Schüler/innen in individuellen Konfliktlagen sichern soll. Die Schwerpunkte des Tätigkeitsbereiches sind vorwiegend: Beratung, Begleitung und Unterstützung einschließlich Krisenintervention und Mediation, Offene Angebote und Treffpunktarbeit, sozialpädagogische Gruppenarbeit und Projekte im Sinne von sozialem Lernen, Fachberatung und Elternarbeit und Netzwerkarbeit.

Eine besondere inhaltliche Auseinandersetzung und Herausforderung stellt in diesem Bereich das Thema Inklusion dar.