Ressourcen Geflüchteter nutzen – Erzieher/in werden

Ressourcen Geflüchteter nutzen

Ressourcen Geflüchteter nutzen – Erzieher/in werden

Die fluchtbedingte Zuwanderung hat den erhöhten Bedarf an Betreuungsplätzen in Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen seit dem Jahr 2015 sprunghaft ansteigen lassen. Damit verbunden ist aktuell ein großer Fachkräftebedarf an Erzieherinnen und Erziehern. Für Menschen mit Fluchterfahrung bestehen weiterhin noch formale Hürden für die Anerkennung ausländischer Abschlüsse. Auch das Fehlen von formalen Zeugnissen erschwert ihnen den Zugang zu Ausbildungsgängen.

Für den Erzieherberuf geeignete Geflüchtete können damit ihr Potential in Arbeitsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe nicht entfalten. Dabei wäre eine höhere kulturelle und muttersprachliche Diversität in den Einrichtungen nicht zuletzt auch für die betreuten Kinder und Jugendlichen eine wertvolle Ressource.

Hier setzt der gestartete Schulversuch der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie an, der modellhaft den Arbeitsmarktzugang für Geflüchtete erleichtern und deren Fähigkeiten für den Arbeitsmarkt nutzbar machen möchte. Zusammen mit der eingerichteten Regiestelle der Stiftung SPI soll ab September 2017 mit einem Vorbereitungsprogramm begonnen werden. Im Februar 2018 ist der Start des ersten Durchlaufs der Ausbildung geplant.

Geflüchtete mit anerkanntem Status oder einer Aufenthaltsgestattung und einer guten Bleibeperspektive müssen über eine Ausbildung bzw. ein Studium verfügen, das sie im Heimatland zur Ausübung des Lehrerberufs berechtigt hat (oder bei Abschluss berechtigt hätte), um in die engere Auswahl zu kommen. Weitere Auswahlkriterien sind neben entsprechenden Sprachkenntnissen die Ergebnisse des Tests des berufspsychologischen Dienstes und eine Plausibilitätsprüfung der Regiestelle. Das Besondere des Ausbildungsangebots liegt neben begleitenden Unterstützungsangeboten darin, dass nach der Feststellung der Eignung auch ohne formale Nachweise mit der Ausbildung begonnen werden kann.

Kontakt, Öffnungszeiten und Anfahrt

Stiftung SPI
Ressourcen Geflüchteter nutzen – Erzieher/in werden

Oderbruchstr. 10
10369 Berlin
Ansprechpartner/in: Dorothee Hermanni, Katharina Cybulska, Silke Piniek


Standort Berlin

Telefon: 030 61624843
Fax: 030 61624842
E-Mail: ressourcen.gefluechteter( at )stiftung-spi.de

Öffnungszeiten
Mo. bis Mi. 09:00–17:00 Uhr
Do. 09:00–15:00 Uhr
Fr. nach Vereinbarung

Verkehrsverbindung
S–Bahnhof Landsberger Allee, M5/M6 Oderbruchstraße

Fahrinfo unter www.vbb.de

Angebote

Für die Koordination der beteiligten Partnerstellen während der dreijährigen Ausbildung ist die Regiestelle im Geschäftsbereich Lebenslagen, Vielfalt und Stadtentwicklung zuständig. Die engmaschige Verzahnung der Partnerstellen (u. a. Sprachkursträger, Praktikumsbetriebe, Fachschulen, Jobcenter und Arbeitsagenturen) und die Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie sollen gewährleisten, dass jede/r Teilnehmer/in im gesamten Zeitraum von der Vorbereitung ab Mitte Juli bis zum Ausbildungsbeginn Anfang Februar 2018 individualisiert betreut wird. Aufgaben der Regiestelle umfassen

  1. Akquise der Teilnehmenden, u.a. in Zusammenarbeit mit den Jobcentern und Agenturen für Arbeit
  2. Kompetenzüberprüfung der Teilnehmenden
  3. Begleitung und Beratung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer
  4. Koordination der Partnerstellen
  5. Organisation der Praxisplätze für die Praktika
  6. Netzwerkarbeit mit Akteurinnen und Akteuren
  7. Koordination der Verzahnung von Sprachunterricht, Praxiseinsätzen und Fachunterricht
  8. Informationsveranstaltungen

 

 

Ziele und Schwerpunkte

Die Ziele des Schulversuchs sind

  1. Ermöglichung einer Ausbildung für geeignete Personen mit Fluchterfahrung
  2. Modellhafte Verzahnung der beteiligten Partner bzw. der Regel- und Förderangebote, um die Zielgruppe möglichst individuell, umfassend und erfolgreich zu unterstützen
  3. Entwicklung eines Best-Practice-Modells, das Indikatoren für eine erfolgreiche Integration von Geflüchteten in Ausbildungsgänge aufzeigen kann

Struktur

Gefördert durch
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie

Status: aktuell

 


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