Servicestelle Sprach-Kitas

Servicestelle Sprach-Kitas

Mit dem neuen Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ fördert das Bundesfamilienministerium alltagsintegrierte sprachliche Bildung als festen Bestandteil in der Kindertagesbetreuung. Dies ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Chancengleichheit. Denn Sprache ist der Schlüssel: Durch sie erschließen wir uns die Welt, treten mit Menschen in Kontakt und eignen uns Wissen an.

Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass sprachliche Kompetenzen möglichst früh gefördert werden sollten. Im Kita-Alltag finden sich zahlreiche Anlässe, um den Spracherwerb und die Sprachentwicklung von Kindern anzuregen, und so allen Kindern von Anfang an gleiche Bildungschancen zu ermöglichen.

Das Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ richtet sich an Kitas, die von einem überdurchschnittlich hohen Anteil von Kindern mit besonderem sprachlichem Förderbedarf besucht werden. Dabei baut es auf den erfolgreichen Ansätzen des Programms „Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration“ (2011-2015) auf und erweitert diese. Schwerpunkte des Bundesprogramms „Sprach-Kitas“ sind neben der sprachlichen Bildung die inklusive Pädagogik sowie die Zusammenarbeit mit Familien.

Von 2016 bis 2019 stellt der Bund jährlich bis zu 100 Mio. Euro für die Umsetzung des Programms zur Verfügung. Damit können bis zu 4.000 zusätzliche halbe Fachkraftstellen in den Kitas und in der Fachberatung geschaffen werden.

Kontakt, Öffnungszeiten und Anfahrt

Stiftung SPI
Servicestelle Sprach-Kitas

Schicklerstraße 5 – 7
10179 Berlin
Ansprechpartner/in: Christoph Schwamborn; Dr. Sarah Meier, Antje Techen

Telefon: 030 44317850 (siehe Öffnungszeiten)
Fax: 030 44317830
E-Mail: kontakt( at )sprach-kitas.de
Website: http://sprach-kitas.fruehe-chancen.de/

Öffnungszeiten
Mo., Di., Mi., Fr. 09:00–12:00 Uhr
Do. 14:00–17:00 Uhr

Verkehrsverbindung
S/U Jannowitzbrücke; U Klosterstraße

Fahrinfo unter www.vbb.de

Ziele und Schwerpunkte

Das Bundesprogramm stärkt die pädagogischen Fachkräfte in den Sprach-Kitas darin, die Sprachentwicklung der Kinder und ihr eigenes Sprachverhalten systematisch zu beobachten und Ideen für die sprachpädagogische Arbeit im Kita-Alltag abzuleiten. Um die sprachliche Bildung im Alltag zu verankern, erhalten die Sprach-Kitas doppelte Unterstützung:

Die Kita-Teams werden durch zusätzliche Fachkräfte mit Expertise im Bereich sprachliche Bildung verstärkt, die direkt in der Kita tätig sind. Diese beraten, begleiten und unterstützen die Kita-Teams bei der Weiterentwicklung der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung, inklusiven Pädagogik und Zusammenarbeit mit Familien. Darüber hinaus finanziert das Programm eine zusätzliche Fachberatung, die kontinuierlich und prozessbegleitend die Qualitätsentwicklung in den Sprach-Kitas unterstützt. Sie qualifiziert die Fachkräfte (Tandems von Kita-Leitung und zusätzlicher Fachkraft) innerhalb eines Verbundes von 10-15 Sprach-Kitas.

Die Schwerpunkte im Bundesprogramm „Sprach-Kitas“:

  • Alltagsintegrierte sprachliche Bildung
    Kinder erlernen Sprache in anregungsreichen Situationen aus ihrer Lebens- und Erfahrungswelt.
    Alltagsintegrierte sprachliche Bildung orientiert sich an den individuellen Kompetenzen und Interessen der Kinder und unterstützt die natürliche Sprachentwicklung. Der gesamte Kita-Alltag wird genutzt, um die Kinder gezielt und systematisch in ihrer Sprachentwicklung anzuregen und zu fördern
  • Inklusive Pädagogik
    Vielfalt und Verschiedenheit sind eine Bereicherung im Kita-Alltag: Diesen Wert erkennen die pädagogischen Fachkräfte in den Sprach-Kitas und nutzen ihn im Alltag. Die Vielfalt eröffnet zahlreiche Sprachanlässe und trägt so zu einer vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung bei.
  • Zusammenarbeit mit Familien
    Eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den pädagogischen Fachkräften und den Familien ist notwendig, um Kinder ganzheitlich in ihrer Entwicklung zu begleiten. Die pädagogischen Fachkräfte erhalten Unterstützung und Beratung zum Aufbau einer gelingenden Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit den Familien und helfen, eine Willkommenskultur in der Einrichtung zu etablieren. 

Struktur

Gefördert durch
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Status: aktuell
Zeitraum 01.01.2016 bis 31.12.2019

 


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