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Profil

Mitarbeiter/innen der Jugendhilfe und Polizeibeamte/-innen treffen in ihrem jeweiligen Arbeitsalltag aus unterschiedlichsten Anlässen aufeinander. Berührungspunkte zwischen den beiden Berufsgruppen ergeben sich zum Beispiel, wenn sie mit identischen Klienten/-innengruppen zu tun haben. Das können junge Menschen sein, die im öffentlichen Raum auffällig sind, die öffentliche Sicherheit und Ordnung stören oder als straftatverdächtig gelten bzw. bereits straffällig geworden sind. Durch die unterschiedlichen Aufträge und Vorgehensweisen, die durch die spezifischen gesetzlichen Grundlagen bedingt sind, kann es zwischen beiden Berufsbereichen zu Abstimmungserfordernissen und Konflikten kommen. Eine erfolgreiche Bekämpfung von Kinder- und Jugenddelinquenz erfordert eine koordinierte Gewalt- und Kriminalitätsprävention aller beteiligten Berufsgruppen. Voraussetzung ist eine Kommunikationskultur, die von gegenseitigem Respekt für die unterschiedlichen Aufgaben und Handlungsstrategien und grundsätzlicher Verständigungsbereitschaft gekennzeichnet sein muss.

Die Clearingstelle Jugendhilfe/Polizei hat den Auftrag, den Dialog zwischen Mitarbeitern/-innen der Jugendhilfe und der Polizei in Berlin anzuregen und auszubauen und die Akzeptanz für das jeweils andere Berufsfeld zu stärken. Darüber hinaus ist es ihre Aufgabe, Kommunikation, Vernetzung und Kooperation zwischen Angehörigen beider Berufsgruppen herzustellen. Dabei werden in mehreren Angebotsbereichen des Projekts auch andere wichtige Akteure der Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz einbezogen, vorrangig aus den Bereichen Schule und Justiz. Die Zielsetzung besteht in der kontinuierlichen Verbesserung der Beziehungen zwischen Jugendhilfe und Polizei sowie ggf. weiteren Akteuren und der Institutionalisierung tragfähiger Kommunikationsstrukturen. Dadurch nimmt die Clearingstelle Jugendhilfe/Polizei Einfluss auf Präventionsbemühungen im Bereich der Kinder- und Jugenddelinquenz in Berlin. Sie leistet zugleich einen Beitrag zur Umsetzung des § 81 SGB VIII, dem zu Folge die Träger der öffentlichen Jugendhilfe mit anderen Stellen, beispielsweise den Polizei- und Ordnungsbehörden, kooperieren sollen.

Die Clearingstelle Jugendhilfe/Polizei der Stiftung SPI arbeitet im Auftrag der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung.

Angebotsbereiche
telefonische und persönliche Beratung
Beratung und Vermittlung in Konfliktfällen zwischen Jugendhilfe und Polizei (vorrangig durch Mediation)
Organisation und Moderation von Arbeitsgremien, insbesondere zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz
Durchführung von Informations- und Fortbildungsveranstaltungen
Koordination, fachliche Begleitung und Evaluation von Hospitationen
Herausgabe fachspezifischer Informationsmaterialien

Prinzipien
Neutralität
Vertraulichkeit
Transparenz
Betroffenenbeteiligung

Adressaten / innen
Mitarbeiter/innen freier und öffentlicher Träger der Jugendhilfe
Bedienstete der Berliner Polizei und der Bundespolizei
weitere Akteure/-innen der Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz

Das Team
Das Team besteht aus drei Mitarbeitern/-innen, die teilzeitbeschäftigt sind. Sie verfügen über unterschiedliche Hochschulabschlüsse und verschiedene Zusatzqualifikationen.

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