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Projektbeispiel: Schöneberg: Nachbarschafts- und Familienzentrum "Kiezoase"
Kurmärkische Straße 1-3, 10783 Berlin

Trägerverein: Kiezoase e.V.

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Problem
Mangel an Einrichtungen im dichtbesiedelten Norden des Quartiers, besonders für nichtdeutsche Familien mit kleinen Kindern

Ziel
Erhöhung des Angebotes an Begegnungs- und Beratungsstätten speziell für Familien/Frauen

Projektstart
Dezember 1999

Projektstand/-beschreibung
Aus der ehemaligen bezirkseigenen Einrichtung des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes in der Kurmärkischen Straße 1-3 sollte ein Haus der Begegnung und Beratung für Familien aus dem Schöneberger Norden werden. Hier wohnen im Vergleich zu anderen Wohngebieten Schönebergs überproportional viele nichtdeutsche Familien. Darüberhinaus ist der Anteil der hier lebenden Kinder wesentlich höher als in anderen Gegenden des Bezirks. Ein familien- und nachbarschaftsorientiertes Angebot existierte nicht. Um die Lebenssituation der Familien zu erleichtern und Mütter und Kinder aus der gesellschaftlichen wie kulturellen Isolation herauszuholen, beabsichtigte die Kiezoase Schöneberg e.V. in Kooperation mit dem Bezirk diesen Treffpunkt einzurichten und zu führen. Die Angebote und Aktivitäten beziehen sich auf die Bereiche Begegnung, Bildung, kultureller Austausch, gesundheitliche und sozialpädagogische Beratung und Betreuung und Freizeitgestaltung.

Die wesentlichen baulichen Maßnahmen im Erdgeschoß bezogen sich auf den Umbau des Empfangsbereichs, die Gestaltung eines offenen („Cafe“)-Bereichs mit einer großen Fensterwand als Ausgang zur Terrasse und zum Garten sowie den Ausbau der Küche. Im Obergeschoß handelte es sich hauptsächlich um die Herrichtung der Kinder-, Bewegungs- und Gruppenräume mit neuen, funktionsgerechten Fußböden sowie mobilen Trennwänden, um ein variables Raumangebot zur gleichzeitigen Nutzung durch verschieden Gruppen zur Verfügung zu haben.
Der Umbau wurde im September 2000 abgeschlossen.
Der Garten soll zu einem späteren Zeitpunkt neu gestaltet werden.

Besonderheiten
Die Umbauarbeiten erfolgten unter Beteiligung von Sozialhilfeempfängern und Teilnehmern einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme.

Träger/Bauherr

Stiftung SPI – Ausnahme & Regel, treuhänderischer Sanierungsträger des Landes Berlin

Finanzierung
WUM – Soziale Stadt, Arbeitsamt, Sozialamt, Bezirksamt, Stiftung Jugendmarke.

Akteure
QM-Team, Sozialamt/Gesundheitsamt Schöneberg, Kiezoase e.V., Nutzer und Nutzerinnen, Architekturbüro Broniecki, Baufirmen.

Eigentumsverhältnisse
Bezirk Tempelhof-Schöneberg

Handlungsfelder
Bewohneraktivierung und –beteiligung / soziale und ethnische Integration
Wohnumfeld / Wohnen
Soziale Infrastruktur / Kinder / Jugendliche
Beschäftigung /Qualifizierung / Ausbildung / lokale Ökonomie
Koordination / Vernetzung

Technische Daten
Umbaukosten: DM 320.000

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