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Projektbeispiel: Schöneberg, Freizeitpark Pallaspark
Umbau eines Parkplatzes, Pallaspark, 10783 Berlin
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Problem
Unterversorgung mit wohnungsnahen Grün- und Spielflächen
Ziel
Erhöhung des Angebotes an qualifizierten Grün- und Freizeitflächen für verschiedene Nutzergruppen rund um die Pallasstraße.
Projektstart
01. 08. 2000
Projektstand/-beschreibung
Auf den Sitzungen des Präventionsrates Schöneberger Norden in 1999 äußerten Anwohnerinnen und Anwohner der Pallasstraße, besonders die Mieter und Mieterinnen der Großwohnanlage Wohnen am Kleistpark (WAK) den Wunsch nach einer wohnungsnahen Spiel- und Aufenthaltsfläche. Die Grünanlage sollte allen Gruppierungen etwas bieten. In umfänglichen Beteiligungsverfahren diskutierten die Planer und die AG SPAS, zuständig im Quartier für Bewohnerbeteiligung, zusammen mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Entwürfe, die in einem längeren Prozeß immer wieder verändert bzw. angepasst wurden. Schließlich entstand eine abgestimmte Planung für einen Schluchtwaldpark. Die Besonderheit daran ist, dass die Nutzer und Nutzerinnen selbst eine weniger pflegebedürftige Spiel- und Grünfläche gewünscht haben, die zudem von einem abschließbaren Zaun umgeben sein sollte. Zwischen robusten Findlingsgruppen sind einzelne Nutzungsfelder vorgesehen, zum Beispiel, eine Fläche für das Spiel von Kleinkindern, ein Areal für Breakdancer und Skater, ein Korb für Basketballer und eine Liegefläche.
Die bezirklichen Fachämter schufen in konzertierter und konzentrierter Arbeit die formalen Voraussetzungen für einen schnellen Baubeginn. Die Firma Scharf, Landschafts- und Gartenbau arbeitete mit 20 Arbeitslosen seit 1.8.2000 an der Umsetzung des Entwurfs. Der Park wurde im Herbst 2001 fertiggestellt. Bewohner- und Bewohnerinnen beteiligten sich bei einem Großteil der Bepflanzung.
Ab Frühjahr 2001 erarbeitete eine Arbeitsgruppe ein Pflege- und Betreiber-Konzept, in das ein Be-schäftigungsprojekt (caramba vom Drogennotdienst Berlin) zur Wiedereingliederung von Substituierten in den Arbeitsmarkt eingebunden ist. Die Paterre-Räume eines an den Park grenzenden Hauses, das saniert wurde, wird von einem sozialen Träger bewirtschaftet, der einerseits ein Café betreibt und andererseits eine Kontroll-, Pflege- und Sicherheitsstation für den Park darstellt.
Besonderheiten
Für dieses Parkprojekt bildete sich unter Federführung des Stadtplanungsamtes eine Bau-AG aus Vertretern der bezirklichen Fachämter, der Eigentümer, freien Planer und des QM-Teams. Dieses Gremium existiert seitdem als gut funktionierende AG zur ressortübergreifenden Planung und Ab-stimmung aller Vorhaben im QM-Gebiet. Die Bauarbeiten wurden durch Mitarbeit von 20 Arbeitslosen in einer Vergabe-ABM durchgeführt
Träger/Bauherr
Stiftung SPI Ausnahme & Regel, treuhändischer Sanierungsträger des Landes Berlin
Finanzierung
Stadtweite Maßnahmen, Mod.-Inst. RL 99, Mittel des Arbeitsamtes Südwest für die Vergabemaßnahme, Kofinanzierung der ABM durch die Senatsverwaltung für Arbeit und Frauen, WUM - Soziale Stadt, Mittel des Bezirksamtes.
Akteure
QM-Team, Tiefbauamt, Naturschutz- und Grünflächenamt des Bezirks, Stadtplanungsamt, Senats-verwaltung für Stadtentwicklung, Baumschutzkommission, Bewohner und Bewohnerinnen, Planerbüro BGMR, Baufirmen, Fa. Scharff, Fa. Lawrentz, Arbeitsamt Südwest, Degewo, WAK, Sophie-Scholl-Schule, Spreewald-Grundschule.
Eigentumsverhältnisse
Bezirk Tempelhof-Schöneberg
Handlungsfelder
Bewohneraktivierung und beteiligung / soziale und ethnische Integration
Wohnumfeld / Wohnen
Soziale Infrastruktur / Kinder / Jugendliche
Beschäftigung / Qualifizierung / Ausbildung / lokale Ökonomie
Technische Daten
Umbaufläche: ca. 5000 qm
Kosten: ca. DM 1.000.000, davon 80% aus dem Förderprogramm stadtweite Maßnahmen
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