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Projektbeispiel: Chausseestraße 48

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Projektstand
Das Grundstück Chausseestr. 48 wurde im Rahmen eines Investitionsvorrangverfahrens durch den Verein "Die REHA e.V." erworben. Das Bauvorhaben hat Ende 2000 begonnen. Im Dezember 2001 war es fertiggestellt.

Bauvorhaben
Das auf dem Grundstück vorhandene Gebäude wurde ehemals als Büro und Labor genutzt. Es stand bis zum Baubeginn leer. Ziel des Bauvorhabens war es, im 1. und 2. Geschoss Ateliers zu schaffen In einem 2-geschossigen Anbau sollte eine Atelierwohnung entstehen. In den 3 Obergeschossen waren betreute Wohnetagen für behinderte alte Menschen geplant. Die durch die frühere Nutzung bedingte Grundrißgestaltung und Ausstattung der Räume war für das geplante Projekt ungeeignet und mußte umfangreich rück- und umgebaut werden. Die Baukosten hielten sich dennoch im Rahmen vergleichbarer Selbsthilfeprojekte, da die Bausubstanz keine gravierenden Schäden aufwies.

Projektträger
Das Vorhaben wurde federführend vom Verein "Die REHA e.V." getragen. Dieser kooperierte mit dem Verein "St.ART – studios for artists e.V."

Der Verein "Die REHA e.V." verfolgt das Ziel, psychisch Kranken und / oder geistig Behinderten eine weitestgehende Integration in die Gesellschaft mittels beruflicher, sozialer und pädagogischer Rehabilitationsmaßnahmen zu ermöglichen. Im Mittelpunkt steht dabei die Schaffung von Wohnformen entsprechend den individuellen Bedürfnissen dieser Zielgruppe. Dies reicht von Wohnformen mit einer ständig (innewohnenden) Betreuung bis zu eigenen Wohnungen, die ein weitestgehend selbständiges Leben ermöglichen.
Der Verein "St.Art-Studios for artists e.V." widmet sich der Förderung von Kunst und Kultur in Berlin durch die Bereitstellung preiswerter Arbeitsmöglichkeiten für bildende Künstler.
Zur Vorbereitung und Durchführung des Grundstückserwerbs und des Bauvorhabens beauftragte der Verein Die "REHA" e.V. das Projektsteuerungsbüro Fabian Tacke.

Verfahren
Die beiden Vereine hatten das Ziel, das Gebäude in Kooperation zu sanieren und zu nutzen. Diese Zusammenarbeit wurde vertraglich in einem Kooperations- und einem Mietvertrag geregelt.

Die "REHA e.V." fungierte dabei als Eigentümer, Vermieter und Bauherr sowie als Förderungsempfänger im Rahmen der Selbsthilfeförderung. Der St.Art eV. fungierte als Mieter und hat im Rahmen der Kooperation den für die Atelierflächen anfallenden finanziellen Eigenanteil beigesteuert. Dieser wurde aus Fördermitteln des "Ateliersofortprogramms" finanziert. Für die finanziellen Eigenleistungen des St.art e.V. wurde im Gegenzug eine langfristige Mietreduzierung der Atelierflächen mit dem Verein Die REHA e.V. vereinbart.

Ergebnis
Mit der Fertigstellung des Vorhabens wurden die Wohn- und Atelierflächen wie geplant geschaffen. Da klassische Eigenleistungen im Sinne von baulichen Arbeiten der Nutzer aufgrund der besonderen Zielgruppe nicht erbracht werden konnten, war die Realisierung des Vorhabens nur möglich, indem der Verein erhebliches Eigenkapital einsetzte.

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