Soziokulturelle Angebote

Soziokultur vereint Kunst, Vielfalt, Teilhabe, Kreativität, Engagement, Toleranz und Kommunikation aus Prinzip. Die Stiftung SPI berücksichtigt in diesem Zusammenhang, dass Soziokultur zumeist durch Initiativen „von unten“ entstanden und damit Ausdruck selbstbewusster Teilhabe von kreativer und kultureller Kompetenz der Akteure ist. In ihrem Kern ist sie partizipativ angelegt und fördert bürgerschaftliches Engagement, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Herkunft.

Soziokultur ist nicht elitär, grenzt nicht aus, sondern schafft Spiel- und Aktionsräume gleichermaßen für Künstler und Laien. Sie ist offen für unterschiedliche Auffassungen von Kunst und Kultur und vertritt so einen weiten Kulturbegriff. Auf Grund ihrer Praxis ist Soziokultur in ihrem Wesen nach pluralistisch und demokratisch.

In kaum einem anderen Bereich ist die Eigenschaft so stark ausgeprägt, möglichst vielfältige Bevölkerungsgruppen in ihre Arbeit einzubinden, ihre Fähigkeit mit unterschiedlichen Partnern zu kooperieren und ihre Bereitschaft, sich gemeinsam mit neuen Zielgruppen interkulturell zu verändern, ohne an künstlerischer Qualität zu verlieren.

Soziokulturelle Zentren stellen in Berlin einen wesentlichen, in ländlichen Räumen Brandenburgs oft den einzigen Anker dar, an dem sich Künstler, künstlerisch tätige Laien, und kulturelle Initiativen andocken können. Sie stellen Räume und technische Infrastrukturen zur Verfügung, lassen Proben, Produktionen und Auftritte auch von wenig oder gar nicht marktgängigen Gruppierungen zu.

Die Soziokulturellen Zentren bieten ein übergreifendes Programm aus den Sparten Musik, Theater, Kleinkunst, Film und Bildender Kunst an, beinhalten aber auch alternative und jugendspezifische Ausdrucksformen.