Schulverweigerung

Obwohl einerseits die Notwendigkeit zum regelmäßigen Schulbesuch als Voraussetzung für einen erfolgreichen Einstieg in das Arbeits- und Berufsleben immer nachdrücklicher bewusst wird, verstärken sich bei Kindern und Jugendlichen andererseits die Tendenzen, sich zunehmend den Anforderungen der Schule zu entziehen.

Schulverweigerung beschreibt dabei ein Verhalten von Schülerinnen und Schülern, welches sich sowohl aktiv als auch passiv zeigt. Aktive Schulverweigerer stören den Unterricht und demonstrieren offen ihre Ablehnung, schwänzen gelegentlich oder kehren sich vollständig von der Schule ab. Schülerinnen und Schüler, die passiv die Schule verweigern sind zwar anwesend, beteiligen sich jedoch nicht am Unterricht und zeigen sich desinteressiert.

Die Gründe für dieses Verhalten sind vielfältig: Angst, Entmutigung, vermeintlich fehlende Sinnhaftigkeit, Verweigerung aufgrund von familiären Situaionen oder allgemeine dissoziale Entwicklung.

Für Schulverweigerer sind spezielle Angebote notwendig, die auf die Bedürfnisse und die Gründe der jungen Menschen eingehen sowie sozialpädagogische Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen, aber auch deren Umfeld und Familien beinhalten. Ziel muss es sein, trotz der aktuellen schwierigen Lebensphase der Jugendlichen, ihnen die Chance auf einen Schulabschluss und eine berufliche Zukunft zu wahren.