Beteiligung

Beteiligung ist nicht nur eine Mode, sie ist kein bloßes Konzept und am allerwenigsten eine Methode. Beteiligung ist das Grundprinzip von Entwicklung. Damit bildet es auch das Grundprinzip der Arbeit der Stiftung SPI. Über Beteiligung kann eine Lösung gefunden werden, die für die Betroffenen sinnvoll ist und mit der sie sich identifizieren können.

Das Qualitätskriterium für eine gute Intervention ist nicht außerhalb der Menschen zu finden, für die diese Einflussnahme organisiert ist – eine erfolgreiche Intervention zeichnet sich dadurch aus, dass die Betroffenen sie mittragen.

Beteiligungsprozesse in der Stadtentwicklung

Was in der täglichen Arbeit gilt, hat auch Bezug für größere Zusammenhänge, zum Beispiel in der Stadtentwicklung. Es kann nicht festgelegt werden, was eine gute oder schöne Stadt ist. Ihre Form richtet sich nach den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner. Daher müssen diese auch an der Entwicklung beteiligt werden.

Das gelingt zunehmend einfacher, denn die Menschen vor Ort nehmen sich immer stärker ihren Raum und formulieren ihre eigene Meinung. Auch in Politik und Verwaltung ist ein Verständnis für diese Prozesse langsam gewachsen.

Die Stiftung SPI wendet sich daher all jenen zu, die von sich aus nicht an Beteiligungsprozessen teilnehmen würden, sei es, weil sie sich zu ungebildet fühlen, weil sie wegen kultureller Schwierigkeiten keinen Zugang zu den Gruppen anderer Aktiver bekommen oder sei es, weil sie noch zu jung sind, um bei den Erwachsenen mitzureden.

All diese Menschen haben das gleiche Recht zur Gestaltung der Stadt, denn sie stellen eine große Gruppe der Stadtbevölkerung dar. Besonderes Augenmerk legen wir auf Kinder und Jugendliche, denn sie leben in der Stadt von morgen: der Stadt, die heute – hoffentlich gemeinsam – gestaltet wird.

Beteiligung von Kindern und Jugendlichen

Kinder und Jugendliche wollen, können und dürfen sich einmischen: an ihrem Wohnort, in ihrem Umfeld, in der Jugendfreizeiteinrichtung, in ihren Familien, in ihren Schulen, der Stadt, dem Kiez.

Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Belangen ist gesetzlicher Auftrag – Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Beteiligung!

Sich einzubringen, mitzuwirken, mit zu bestimmen, sich zu beteiligen und zu engagieren vermittelt jungen Menschen wichtige Erfahrungen. Sie erfahren, wie wichtig es ist, sich im eigenen Leben, für die eigenen Interessen oder die Interessen anderer und im demokratischen System generell einzumischen.

Fundament für demokratische Partizipation

Beteiligung und Engagement eröffnen jungen Menschen dabei vielfältige Lernfelder und helfen ihnen, eigene Stärken, wichtige Fähigkeiten und neue Kompetenzen zu entdecken und zu entwickeln. Beteiligung ist damit ein wichtiger Schlüssel für das Gelingen wichtiger Bildungs- und Aneignungsprozesse.

Beteiligung setzt aber häufig nicht nur persönliche Betroffenheit und Engagementbereitschaft voraus, sondern wird auch bei jungen Menschen durch Wissen um demokratische Grundlagen und Verfahren erreicht und verstärkt. Demokratieerziehung und politische Bildung werden so zum Fundament für demokratische Partizipation. Damit schafft Kinder- und Jugendbeteiligung frühzeitig die notwendigen Voraussetzungen für eine aktive Bürgergesellschaft. Beteiligung von Kindern und Jugendlichen stärkt Politik und Gesellschaft, qualifiziert Planungs- und Entscheidungsprozesse und schafft Lernorte für Demokratie und Engagement.