Stadtökologie

Die grüne Stadt, urbane Landwirtschaft oder Guerillagardening sind Begriffe, die in letzter Zeit immer öfter zu hören sind. Menschen wünschen sich ein Stück Natur in der Stadt – sei es zum Erholen oder zum Bepflanzen, zum Anbau von Nahrungsmitteln, oder einfach, weil es durch die Pflege eines Stückchen Landes möglich ist, sich in der Stadt zu verwurzeln.

Neben all diesen sozialen Aspekten sind zusätzlich deutlich ökologische Gesichtspunkte zu betrachten: Die Stadt bietet jetzt schon eine Artenvielfalt sowohl an Pflanzen als auch an Tieren, die in einer landwirtschaftlich geprägten Umgebung nicht immer zu finden ist. So ist es inzwischen normal, Honig aus Berlin zu bekommen oder vielfältige Schmetterlinge in Parks zu beobachten. Selbst Wildtiere drängen in die Städte.

Diese Vielfalt gilt es zu erhalten und zu fördern, einerseits für die Menschen in den Städten, andererseits aus ökologischen Diversitätsgründen: Dieser Aufgabe hat sich die Stiftung SPI gestellt. Einzelne Projekte beschäftigen sich mit Bepflanzungen im Stadtraum, dort, wo die Häuser zu dicht stehen, um Grünanlagen zu bauen.

Das Anlegen vertikaler Pflanzungen ist dafür eine gute Methode. Es geht um maximale Nutzung von minimalen Räumen auf der Straße: Blüten, Grün oder auch Früchte wachsen quasi auf Augenhöhe der Vorübergehenden. Doch im Gegensatz zu einigen spektakulären und technisch aufwändigen Pflanzungen besteht die Arbeit der Stiftung SPI darin, vertikale Pflanzungen auch für nicht vermögende Nachbarschaften zu organisieren und zu ermöglichen. Dies geschieht unter Nutzung von Recyclingmaterial für den Bau von Trägerstrukturen und ohne aufwändige Bewässerungsanlagen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Projektentwicklung für Orte der Biodiversität im Stadtraum unter dem Aspekt der Teilhabe der Bevölkerung.