Servicestelle Bildung durch Sprache und Schrift

Bildung durch Sprache und Schrift

Servicestelle Bildung durch Sprache und Schrift

Auf Basis der Erkenntnis, dass gefestigte Kenntnisse der deutschen Sprache und Schrift ein zentrales Kriterium für den Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen sind, haben im Oktober 2012 das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK) und die Jugend- und Familienministerkonferenz der Länder (JFMK) die gemeinsame Initiative „Bildung durch Sprache und Schrift“ vereinbart.

Im Rahmen dieses siebenjährigen Forschungs- und Entwicklungsprogramms sollen Maßnahmen zur Sprachförderung, Sprachdiagnostik und Leseförderung evaluiert und weiterentwickelt werden. Dazu haben sich seit September 2013 mehr als 600 Einrichtungen aus fast allen Bundesländern im Elementarbereich, Primar- und Sekundarstufe zu insgesamt 104 Verbünden zusammengeschlossen, setzen abgestimmte Maßnahmen der Sprachbildung und Sprachförderung um und tauschen ihre Erfahrungen darüber aus. Im Verlauf des Programms werden einige der durchgeführten Maßnahmen evaluiert, um zu erfahren, welche Konzepte Kinder und Jugendliche besonders wirksam in ihrer sprachlichen Entwicklung unterstützen. Ein begleitendes Forschungsprogramm untersucht parallel Fragen von besonderer Dringlichkeit und trägt so zur Entwicklung neuer Tools im Bereich Diagnostik, Förderung und Professionalisierung bei. Das Programm unterstützt außerdem die erforderliche Fortbildung und Weiterqualifizierung der teilnehmenden Erzieherinnen und Erzieher sowie der Lehrkräfte.

Die Servicestelle ist mit der fachlichen und administrativen Beratung der Evaluations- und Entwicklungsvorhaben im Elementarbereich beauftragt.

Kontakt, Öffnungszeiten und Anfahrt

Stiftung SPI
Servicestelle Bildung durch Sprache und Schrift (BiSS)

Alexanderstraße 1
10178 Berlin
Ansprechpartner/in: Christoph Schwamborn, Dr. Sarah Meier


Standort Berlin

Telefon: 030 39063470
Fax: 030 39063480
E-Mail: biss( at )schwerpunkt-kitas.de
Website: www.regiestelle-fbbe.de/bildung_durch_sprache_und_schrift

Verkehrsverbindung
S/U Alexanderplatz

Fahrinfo unter www.vbb.de

Ziele und Schwerpunkte

BiSS ist ein kombiniertes Forschungs- und Entwicklungsprogramm. Eine Auswahl der durchgeführten Maßnahmen wird in quasiexperimentellen Studien prozessbegleitend evaluiert. Das Ziel dieser Evaluationen besteht darin, gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse über die Qualität der Umsetzung und über die Wirksamkeit der Maßnahmen zu gewinnen. Im Elementarbereich werden insbesondere Projekte evaluiert, die sich mit der Implementierungsqualität im Bereich der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung und der Optimierung der sprachlichen Bildung am Übergang von der Kita in die Grundschule widmen. Im Elementarbereich starteten in den Jahren 2015 und 2016 vier auf jeweils drei Jahre angelegte Evaluationsvorhaben, die von wissenschaftlichen Forschungsinstituten und Universitäten in Deutschland durchgeführt werden. Die Studien mit formativem und prozessorientiertem Charakter haben das Ziel, die Implementationsqualität unterschiedlicher Sprachförderstrategien entwicklungsorientiert zu untersuchen. Sie sollen vor allem Anhaltspunkte zu der Frage liefern, ob Professionalisierungsmaßnahmen zur Sprachbildung und -förderung das Verhalten von Erzieherinnen und Erziehern bzw. Lehrkräften verändern und ob diese Maßnahmen geeignet sind, um das sprachliche Lernen von Kindern und Jugendlichen zu begünstigen.

Die Verbünde, die nicht extern evaluiert werden, werden durch programmbegleitende Fortbildungen und Evaluationsberatungen in die Lage versetzt, sich selbst zu evaluieren.

Darüber hinaus startete im Jahr 2016 ein Entwicklungsvorhaben, das sich dem Thema der „Professionalisierung alltagsintegrierter sprachlicher Bildung bei ein- und mehrsprachlich aufwachsenden Kindern“ widmet. Ziel des Entwicklungsvorhabens ist es, Maßnahmen und Programme dieser Thematik, für deren Wirksamkeit noch keine ausreichenden empirischen Befunde vorliegen, die aber als zielführend einzuschätzen sind, zu erproben, weiterzuentwickeln und sie bei Erfolg für die Praxis nutzbar zu machen.

Struktur

Gefördert durch
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Status: aktuell
Zeitraum 01.10.2013 bis 31.12.2019

 


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