Servicestelle Kindertagespflege

Servicestelle Kindertagespflege

Mit dem neuen Bundesprogramm „ProKindertagespflege: Wo Bildung für die Kleinsten beginnt“ unterstützt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) Städte und Landkreise dabei, die Kindertagespflege weiter zu stärken.

Nach dem Motto „Qualifiziert Handeln und Betreuen“ setzt das Bundesprogramm „ProKindertagespflege“ neue Signale für die Qualität der Kindertagespflege. Die Qualifizierung der Kindertagespflegepersonen nach dem „Kompetenzorientierten Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege“ (QHB) wird auf 300 Unterrichtseinheiten erweitert und mit Praktika ergänzt. Daneben finanziert das neue Bundesprogramm innovative Modelle zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und eine Koordinierungsstelle zur Vernetzung der Kindertagespflegepersonen.

Das QHB leistet einen wesentlichen Beitrag zur allgemeinen Qualitätsentwicklung und -sicherung, in dem es die Kindertagespflegepersonen besser auf ihre Tätigkeit vorbereitet und ihnen (neue) berufliche Perspektiven eröffnet. In der Umsetzung der Inhalte sind verschiedene Akteure, wie z. B. Kindertageseinrichtungen oder Fachschulen eingebunden, die zu einer breiten Aufwertung der Kindertagespflege und damit zu deren Integration in das pädagogische Betreuungs- und Ausbildungssystem beitragen können.

Von 2019 bis 2021 erhalten 43 kommunale Jugendämter Fördermittel in Höhe von bis zu 150.000 Euro pro Jahr für die Einrichtung einer Koordinierungsstelle, die Umsetzung des QHB sowie die Erprobung von Modellen, z.B. durch Gewährleistung der Vertretung oder inklusiven Kindertagespflege.

Mit der Förderung erhalten öffentliche Träger der örtlichen Jugendhilfe und die von ihnen beauftragten Bildungsträger bzw. Fachschulen die Möglichkeit, das QHB nachhaltig in die kommunalen Strukturen einzubinden.

Kontakt, Öffnungszeiten und Anfahrt

Stiftung SPI
Servicestelle Jugendstrategie

Alexanderstraße 1
10178 Berlin
Ansprechpartner/in: Christoph Schwamborn, Antje Techen


Standort Berlin

Telefon: 030 390634891
Fax: 030 39063480
E-Mail: jugendstrategie( at )stiftung-spi.de

Verkehrsverbindung
S/U Alexanderplatz

Fahrinfo unter www.vbb.de

Ziele und Schwerpunkte

Der lokale Entwicklungsplan

Gefördert werden Maßnahmen und Ziele, die im Rahmen eines lokalen Entwicklungsplans obligatorische und optionale Handlungsfelder abdecken und dabei wichtige Akteure wie z. B. die Kindertageseinrichtungen einbinden. Die beiden obligatorischen Handlungsfelder beziehen sich zum einen auf die Qualifizierung neuer Kindertagespflegepersonen nach dem QHB und zum anderen auf die Einrichtung einer Funktionsstelle, die die Umsetzung der Handlungsfelder und die Vernetzung zwischen den Akteuren koordiniert.

Zu den optionalen Handlungsfeldern zählen die Festanstellung, die Inklusion, die Weiter- und Anschlussqualifizierung der Kindertagespflegepersonen, die Fort- und Weiterbildung der Fachberatung sowie Qualitätssicherungsverfahren in der Fachberatung. Für mindestens zwei der fünf optionalen Handlungsfelder werden entsprechende Maßnahmen gefördert. Die Auswahl der optionalen Handlungsfelder verdeutlicht die Profilierung der kommunalen Qualitätsentwicklung.

Kompetenzorientierte Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege

Das QHB richtet sich inhaltlich und methodisch an dem Erwerb von Handlungskompetenzen aus. Eine Implementierung des Qualifizierungshandbuchs ist daher vielschichtig und setzt verschiedene Ressourcen voraus. Das wichtigste Element der Neuausrichtung des QHB ist die Erweiterung des Stundenumfangs einer Grundqualifizierung auf 300 UE plus 80 Stunden Praktikum und ca. 140 UE Selbstlerneinheiten, die sich in zwei Teile gliedert.

  • Die tätigkeitsvorbereitende Grundqualifizierung orientiert sich am aktuell fachlich akzeptierten Mindeststandard und umfasst weiterhin 160 UE. In diesem ersten Teil kommen 80 Stunden Praktikum sowie rund 100 UE Selbstlerneinheiten hinzu.
  • Die tätigkeitsbegleitende Grundqualifizierung im Umfang von 140 UE unterstützt die Kindertagespflegeperson, auf der Grundlage konkreter Erfahrungen, Fragen und Situationen bereits erworbene Kompetenzen zu vertiefen und neue Kompetenzen anzubahnen. In diesem zweiten Teil kommen ca. 40 Selbstlerneinheiten hinzu.

Wesentliche Grundlage des QHB ist das am DJI erarbeitete „Kompetenzprofil Kindertagespflege in den ersten drei Lebensjahren“, das in enger Anlehnung an das Kompetenzprofil der Expertengruppe „Kinder in den ersten drei Lebensjahren“ der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte erarbeitet wurde. Es setzt damit auf das Kompetenzverständnis und das Kompetenzprofil des DQR an und konkretisiert die erforderlichen Kompetenzen für die Arbeit mit Kindern unter drei Jahren.

Struktur

Vertragspartner
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Status: abgeschlossen
Zeitraum 01.01.2016 bis 31.12.2018

 


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