Servicestelle Kindertagespflege

Servicestelle Kindertagespflege

Das Aktionsprogramm Kindertagespflege unterstützte relevante Akteure dabei, vor Ort eine passgenaue Infrastruktur für die Kindertagespflege auszubauen. Zugleich wurde potentiellen Tagespflegepersonen ein Anreiz gegeben, sich für diese Tätigkeit zu entscheiden und zu qualifizieren.

Kindertagespflege sollte mittelfristig eine anerkannte und angemessen vergütete erzieherische Erwerbstätigkeit werden. Um die in der Tagespflege benötigten zusätzlichen Fachkräfte zu gewinnen, wurde das Programm in enger Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit durchgeführt.

Neben der Unterstützung einzelner, den strukturellen, qualitativen Ausbau der Kindertagespflege regional und lokal vorantreibender Modellstandorten stand die flächendeckende Mindestqualifizierung der Tagespflegepersonen im Umfang von 160 Unterrichtseinheiten entsprechend dem fachlich anerkannten Curriculum des Deutschen Jugendinstituts (DJI) im Vordergrund. Hierzu wurde ein einheitliches Gütesiegel für Bildungsträger eingeführt.

Neben der Förderung von Grundqualifizierungen, Nachqualifizierungen und Fortbildungen von Kindertagespflegepersonen wurden auch Tagesmütter und -väter unterstützt, die sich berufsbegleitend zur Erzieherin/zum Erzieher oder in einem sozialpädagogischen Assistenzberuf ausbilden lassen möchten.

Ziel der Weiterentwicklung des Aktionsprogramms seit Juni 2012 wares, neben der Schaffung eines für die Eltern und Kindertagespflegepersonen möglichst niedrigschwellig angelegten Beratungs- und Vermittlungssettings, Festanstellungen von Kindertagespflegepersonen zu fördern. Zum einen wurden Personalkosten für neu anzustellende Tagespflegepersonen bezuschusst. Zum anderen wurden Strukturen für Beratung und den Aufbau von Festanstellungsmodellen gefördert.

Kontakt, Öffnungszeiten und Anfahrt

Stiftung SPI
Servicestelle Kindertagespflege

Alexanderstraße 1
10178 Berlin
Ansprechpartner/in: Christoph Schwamborn; Anne Schumacher


Standort Berlin

Telefon: 030 39063460
Fax: 030 39063480
E-Mail: servicestelle( at )bundesprogramm-kindertagespflege.de

Verkehrsverbindung
S/U Alexanderplatz

Fahrinfo unter www.vbb.de

Ziele und Schwerpunkte

Der lokale Entwicklungsplan

Gefördert wurden Maßnahmen und Ziele, die im Rahmen eines lokalen Entwicklungsplans obligatorische und optionale Handlungsfelder abdecken und dabei wichtige Akteure wie z. B. die Kindertageseinrichtungen einbinden. Die beiden obligatorischen Handlungsfelder richteten sich zum einen auf die Qualifizierung neuer Kindertagespflegepersonen nach dem QHB und zum anderen auf die Einrichtung einer Funktionsstelle, die die Umsetzung der Handlungsfelder und die Vernetzung zwischen den Akteuren koordiniert.

Zu den optionalen Handlungsfeldern zählten die Festanstellung, die Inklusion, die Weiter- und Anschlussqualifizierung der Kindertagespflegepersonen, die Fort- und Weiterbildung der Fachberatung sowie Qualitätssicherungsverfahren in der Fachberatung. Für mindestens zwei der fünf optionalen Handlungsfelder werden entsprechende Maßnahmen gefördert. Die Auswahl der optionalen Handlungsfelder verdeutlichte die Profilierung der kommunalen Qualitätsentwicklung.

Kompetenzorientierte Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege

Das QHB richtete sich inhaltlich und methodisch an dem Erwerb von Handlungskompetenzen aus. Eine Implementierung des Qualifizierungshandbuchs war daher vielschichtig und setzt verschiedene Ressourcen voraus. Das wichtigste Element der Neuausrichtung des QHB war die Erweiterung des Stundenumfangs einer Grundqualifizierung auf 300 UE plus 80 Stunden Praktikum und ca. 140 UE Selbstlerneinheiten, die sich in zwei Teile gliedert.

  • Die tätigkeitsvorbereitende Grundqualifizierung orientiert sich am aktuell fachlich akzeptierten Mindeststandard und umfasst weiterhin 160 UE. In diesem ersten Teil kommen 80 Stunden Praktikum sowie rund 100 UE Selbstlerneinheiten hinzu.
  • Die tätigkeitsbegleitende Grundqualifizierung im Umfang von 140 UE unterstützt die Kindertagespflegeperson, auf der Grundlage konkreter Erfahrungen, Fragen und Situationen bereits erworbene Kompetenzen zu vertiefen und neue Kompetenzen anzubahnen. In diesem zweiten Teil kommen ca. 40 Selbstlerneinheiten hinzu.

Wesentliche Grundlage des QHB war das am DJI erarbeitete „Kompetenzprofil Kindertagespflege in den ersten drei Lebensjahren“, das in enger Anlehnung an das Kompetenzprofil der Expertengruppe „Kinder in den ersten drei Lebensjahren“ der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte erarbeitet wurde. Es setzte damit auf das Kompetenzverständnis und das Kompetenzprofil des DQR an und konkretisiert die erforderlichen Kompetenzen für die Arbeit mit Kindern unter drei Jahren.

Struktur

Vertragspartner
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Status: abgeschlossen
Zeitraum 01.01.2016 bis 31.12.2018

 


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