Flucht nach vorn

Flucht nach vorn

Flucht nach vorn – Betreuung, Bildung und Beratung junger Flüchtlinge

Junge Geflüchtete in Deutschland sehen meist einer unklaren Zukunft entgegen und finden sich oft nur schwer in der deutschen Gesellschaft und ihrem Bildungssystem zurecht. Das Projekt „Flucht nach vorn“ ist seit dem Jahr 1987 ein Ort in Berlin, an dem sie einen niedrigschwelligen Zugang zu Beratung, Bildung und sozialpädagogischer Betreuung finden.

Das Projekt richtet sich an unbegleitete minderjährige Flüchtlinge ab dem 16. Lebensjahr und junge Geflüchtete bis zum 25. Lebensjahr, die keine oder nur geringe Kenntnisse der deutschen Sprache haben. Auch junge Geflüchtete, die in ihrem Heimatland keine Schule besucht haben und nicht oder nur unzureichend im lateinischen Alphabet ausgebildet sind, lernen bei „Flucht nach vorn“.

In Kleingruppen werden die Teilnehmer:innen alphabetisiert, sie besuchen Deutschkurse bis zum Niveau A2 und erlernen Grundkenntnisse der Mathematik. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen fühlen sich im Projekt angenommen und erfahren Aufmerksamkeit und Unterstützung. Sie werden auf weiterführende Bildungsmaßnahmen vorbereitet und können so eine positive Zukunftsperspektive entwickeln.

„Flucht nach vorn" baut Brücken: Hier beginnen die jungen Menschen, die deutsche Aufnahmegesellschaft zu verstehen – nicht nur sprachlich – und sich in ihr zu bewegen. Für schon länger in Deutschland lebende junge Geflüchtete ist „Flucht nach vorn“ eine Alternative, wenn sie in anderen Bildungseinrichtungen nicht zurechtgekommen sind.

Das Projekt sucht laufend Ehrenamtliche für Nachhilfe in Lesen und Schreiben, Mathematik und Englisch. Für eine Schreibwerkstatt, eine Theater-AG oder andere künstlerische Tätigkeiten ist das Projekt ebenfalls auf der Suche nach freiwillig Engagierten.

Im Rahmen des Projekts können Studierende der Pädagogik, Sozialen Arbeit, Psychologie oder vergleichbarer Studiengänge ein freiwilliges unbezahltes Praktikum absolvieren und dabei Erfahrungen in einem interkulturellen pädagogischen Kontext sammeln. mehr (PDF, 103 KB)

Aktuelle Informationen

Die Aufnahme neuer Schüler:innen erfolgt in der Regel zu Beginn eines neuen Semesters, jeweils Anfang März oder September. Darüber hinaus können neue Teilnehmer:innen auch während eines laufenden Kurses einsteigen, soweit ihr Sprachniveau kompatibel ist und im entsprechenden Kurs Plätze vorhanden sind.Bitte vereinbaren Sie Termine für Aufnahmetests und Anmeldungen telefonisch.

Gemäß den jeweils aktuellen Covid-19-Bestimmungen findet der Unterricht derzeit entweder als Präsenzunterricht in Kleingruppen oder als digitaler Fernunterricht statt. Für genauere Auskünfte kontaktieren Sie uns bitte telefonisch oder per E-Mail.

Kontakt, Öffnungszeiten und Anfahrt

Stiftung SPI
Flucht nach vorn – Betreuung, Bildung und Beratung junger Flüchtlinge

Heilmannring 24 c
13627 Berlin
Ansprechpartner/in: Martina Gartner


Standort Berlin

Telefon: 030 6188081, 01520 4867537
Fax: -
E-Mail: fnv( at )stiftung-spi.de

Öffnungszeiten
Mo. bis Fr. 09:00–15:00. Sie können uns per E-Mail und Telefon erreichen und persönliche Termine vereinbaren.

Verkehrsverbindung
U Jakob-Kaiser-Platz

Fahrinfo unter www.vbb.de

Angebote

Betreuung

  • Sozialpädagogische Betreuung der Teilnehmer:innen im Rahmen ihres schulischen Alltags und darüber hinaus

Bildung

  • Klärung der Sprachkompetenzen
  • Alphabetisierung und Deutschunterricht
  • Mathematikkurse
  • Vorbereitung auf Deutsch- und Mathematiktests für die Aufnahme in Schulabschlusskurse bzw. berufliche Qualifizierungsmaßnahmen

Beratung

  • Lernberatung
  • Beratung über die Möglichkeiten schulischer und beruflicher Bildung
  • Weiterleitung in andere Bildungsmaßnahmen

Ziele und Schwerpunkte

Ziele des Projektes sind, dass die Schüler:innen

  • Verbindlichkeit üben und lernen, Verantwortung für ihr eigenes Handeln zu übernehmen;
  • das Lernen erlernen und eine Bildungsmotivation entwickeln;
  • lernen, auf Deutsch zu kommunizieren – sowohl mündlich als auch schriftlich – bis zum Niveau A2 entsprechend dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER);
  • sprachliche und soziale Kompetenzen zur Bewältigung lebenspraktischer Anforderungen in der deutschsprachigen Gesellschaft entwickeln, die ihrer Integration in Deutschland dienen;
  • neben dem geregelten Schulalltag sozialpädagogische Betreuung und Unterstützung erhalten und über ihre Probleme und Bedürfnisse sprechen können (mit regelmäßigem Informationsfluss zwischen „Flucht nach vorn“ und den betreuenden Einrichtungen über Lernfortschritte sowie über mögliche soziale Auffälligkeiten und Probleme);
  • Beratung über Möglichkeiten schulischer und beruflicher Bildung erhalten und in andere Bildungsmaßnahmen vermittelt werden können.

Methoden

Der Deutschunterricht orientiert sich am Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER).

Struktur

Gefördert durch
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie

Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie

Status: aktuell
Zeitraum Seit 01.01.1987

 


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