Servicestelle Gewaltschutz

Die Servicestelle Gewaltschutz wurde Anfang 2017 vom BMFSFJ mit der Programmbegleitung der knapp 100 im Rahmen der gemeinsamen Bundesinitiative von UNICEF und des BMFSFJ „Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ geförderten Vollzeitstellen für Gewaltschutzkoordinierung betraut. Die Gewaltschutzkoordinator*innen hatten die Aufgabe, Schutzkonzepte für Flüchtlingsunterkünfte auf Grundlage der „Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünfte“ (BMFSFJ, UNICEF u. a. 2018, 3. Aufl.) zu entwickeln und umzusetzen. Das Förderprogramm wurde zum 31.12.2018 erfolgreich abgeschlossen.

Mit dem Projekt „Dezentrale Beratungs- und Unterstützungsstruktur für Gewaltschutz in Flüchtlingsunterkünften“ (DeBUG) begleitet die Servicestelle Gewaltschutz seit Anfang 2019 ein Anschlussprojekt, das auf die gewonnenen Erfahrungen aufbaut. Das Projekt DeBUG ist ein trägeroffenes Angebot und verfolgt das Ziel, Flüchtlingsunterkünfte sowie Betreiber- und Trägerorganisationen bei der Verbesserung des Gewaltschutzes zu unterstützen. Hierfür werden sieben „Multiplikator*innen für Gewaltschutz“ auf Landesebene eingesetzt. Das Projekt DeBUG ist ein Projekt der Wohlfahrtverbände Deutscher Caritasverband, Diakonie Deutschland, DRK Generalsekretariat, Der Paritätische Gesamtverband und AWO Bundesverband und wird im Rahmen der Bundesinitiative „Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ vom BMFSFJ gefördert.

Zudem begleitet die Servicestelle Gewaltschutz die Aktivitäten der Bundesinitiative. Die Bundesinitiative ist ein Zusammenschluss von einschlägigen Organisationen im Themenfeld Flucht und Migration unter Federführung des BMFSFJ und versteht sich als Plattform für den fachpolitischen Austausch.


Kontakt, Öffnungszeiten und Anfahrt

Stiftung SPI
Servicestelle Gewaltschutz-GU

Alexanderstraße 1
10178 Berlin
Ansprechpartner/in: Christoph Schwamborn, Usama Ibrahim-Kind


Standort Berlin

Telefon: 030 390634760
Fax: 030 39063480
E-Mail: servicestelle( at )gewaltschutz-gu.de
Website: www.gewaltschutz-gu.de

Verkehrsverbindung
S/U Alexanderplatz

Fahrinfo unter www.vbb.de

Ziele und Schwerpunkte

Gewaltschutz in Flüchtlingsunterkünften ist trotz schließender Einrichtungen und sinkender Flüchtlingszahlen in Deutschland hochaktuell. Denn noch immer leben zahlreiche Menschen in Erstaufnahmeeinrichtungen sowie Not- und Gemeinschaftsunterkünften. Und noch immer ist der Schutz vor Gewalt bzw. sind ausreichende Schutzstandards nicht flächendeckend sichergestellt.

Im Rahmen der Bundesinitiative „Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ wurden seit 2016 Mindeststandards zum Gewaltschutz definiert, Schulungen für Mitarbeitende in Unterkünften durchgeführt und Gewaltschutzkoordinator*innen gefördert. Diese haben Konzepte und Strategien für den Gewaltschutz in ihren eigenen Unterkünften entwickelt und ihre Erfahrungen anderen Einrichtungen vor Ort zur Verfügung gestellt. Praxiswissen konnte somit weitergegeben und der Gewaltschutz für geflüchtete Menschen an ausgewählten Orten verbessert werden. Mit der Veröffentlichung der Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften, der Durchführung von Regionalkonferenzen und der informativen Webseite gewaltschutz-gu.de hat die Arbeit der Bundesinitiative zu einer Sensibilisierung für das Thema beigetragen.

Um die Nachhaltigkeit des bisher Erreichten zu gewährleisten und in Zukunft den Bedarf nach einem hinreichenden Gewaltschutz in Flüchtlingsunterkünften sicherzustellen, braucht es, neben entsprechenden politischen Rahmenbedingungen, weiterhin eine Sensibilisierung  für das Thema sowie direkte Unterstützung bei der Umsetzung von Gewaltschutz vor Ort.

Bundesweit wird eine dezentrale Beratungs- und Unterstützungsstruktur aufgebaut und etabliert. An sieben Standorten werden dazu „Multiplikator*innen für Gewaltschutz“ eingesetzt, die Flüchtlingsunterkünfte bei Fragen zum Thema Gewaltschutz sowie bei der konkreten Implementierung von Gewaltschutzkonzepten vor Ort unterstützen. Die Multiplikator*innen fungieren als regionale Kontakt- und Anlaufstellen und verfolgen das Ziel, die Implementierung von Gewaltschutzkonzepten in verschiedenen Unterkünften zu unterstützen und den Gewaltschutz für geflüchtete Menschen in Unterkünften zu verbessern. Die Multiplikator*innen unterstützen zudem nachhaltig die Vernetzung vor Ort und tragen somit zu einer breiten Sensibilisierung für das Thema Gewaltschutz bei.

Struktur

Gefördert durch
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Status: aktuell
Zeitraum 01.01.2019 bis 31.12.2019

 


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