Neues Zuhause

Neues Zuhause

Ein "Neues Zuhause" für unbegleitete minderjährige Geflüchtete

Das Jugendhilfeprojekt im Potsdamer Stadtteil Babelsberg bietet Platz für neun Jugendliche in einer betreuten Wohnform.

Mitten in Babelsberg wohnen seit eineinhalb Jahren Jugendliche, die minderjährig und ohne ihre Familien nach Deutschland gekommen sind. In einem großzügigen, dreistöckigen Familienhaus teilen sich die neun Jugendlichen ein geräumiges Wohnzimmer, eine Küche, einen kleinen Garten und wohnen in Zweier- und Dreierzimmern. Sie sind zwischen 15 und 18 Jahre alt, kommen aus Afghanistan, Syrien, Togo und Guinea und sind mittlerweile ungefähr ein bis zwei Jahre hier in Deutschland. Sie besuchen Willkommensklassen, Gemeinschaftsschulen oder Gymnasien und kommen mit ihren Deutschkenntnissen bewundernswert schnell voran. Nach der Schule wird gemeinsam eingekauft, gekocht, gegessen, erzählt und es stehen die für dieses Alter ungewöhnlich häufigen Termine bei Ämtern und Behörden auf dem Programm. Viele der Jugendlichen gehen regelmäßig zum Fußball-, Volleyball- oder Fitnesstraining, engagieren sich in der Freiwilligen Feuerwehr, spielen Theater oder besuchen zusätzlich ehrenamtlich organisierte Deutschkurse an der Uni und in der Bibliothek. In den Ferien werden gemeinsame Ausflüge ins Umland oder Fahrten an die Ostsee, zum Beachcamp oder auch Stadtfahrten unternommen. Das Zusammenleben gestaltet sich trotz (oder auch wegen) der kulturellen Vielfalt sehr harmonisch und vor allem solidarisch.

Ein Team von sechs Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen und Erzieherinnen und Erzieher begleitet die Jugendlichen rund um die Uhr bei ihrem Ankommen in der neuen Umgebung. Unterstützt werden sie dabei von einem Bundesfreiwilligendienstleistenden, einer Dualstudentin, einer Hauswirtschaftskraft sowie Sprachmittlern und einem Physiotherapeuten. Der Fokus der Arbeit liegt darauf, die Jugendlichen auf ein eigenständiges Leben vorzubereiten. Natürlich steht dabei die Bildung an erster Stelle: ein Schulabschluss, ein Ausbildungsplatz oder ein Studium wird ohnehin von allen Bewohnern angestrebt, sodass es eher um die Frage "Wie erreiche ich meine Ziele?" als um die Motivation an sich geht. Impulse und Unterstützung brauchen sie allerdings was den Umgang mit Behörden, Termine bei Ärztinnen nd Ärzten und Psychologinnen und Psychologen, die Wohnungssuche oder auch ihre Freizeitgestaltung angeht. Das vielseitig erfahrene und interessierte Team kann in diesen Fragen (fast) immer helfen, arbeitet aber selbstverständlich eng mit den Vormündern und Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern des Jugendamts, mit Beratungsstellen, Vereinen und anderen lokalen Akteuren zusammen. Jugendliche ziehen aus, dafür kommen andere Neue dazu, sodass sich die Gruppe nach und nach neu zusammensetzt. Eine spannende Arbeit für alle Betreuenden und eine große Bereicherung für die Jugendlichen.

Kontakt, Öffnungszeiten und Anfahrt

Stiftung SPI
Neues Zuhause

Stahnsdorfer Str. 76/78
14482 Potsdam
Ansprechpartner/in: Caroline Rieck

Telefon: 0331 70482524
Fax: 0331 70482526
E-Mail: leitung.umf.potsdam( at )stiftung-spi.de

Verkehrsverbindung
Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg

Fahrinfo unter www.vbb.de

Ziele und Schwerpunkte

  • Begleitung der Jugendlichen beim Aufbau einer eigenständigen Lebensführung
  • Unterstützung bei der Nutzung von Bildungsangeboten zur Erreichung eines zukunftssicheren Qualifikationsgrades
  • Förderung sozialer Kompetenzen und Selbsthilfepotenziale

Methoden

  • Pädagogische Jugendarbeit mit Bezugsbetreuersystem
  • Einzel- und Gruppengespräche

Struktur

Finanziert durch
Stadt Potsdam

Stadt Potsdam

Vertragspartner
Stadt Potsdam

Stadt Potsdam

Status: aktuell
Zeitraum Seit 01.12.2015

 

Art des Projektes


Alle Projekte aus dem Geschäftsbereich Niederlassung Brandenburg Nord-West 

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