Neues Zuhause

Neues Zuhause

Das Jugendhilfeprojekt im Potsdamer Stadtteil Babelsberg bot in einer betreuten Wohnform ein Zuhause für neun unbegleitete minderjährige Geflüchtete im Alter von 15 bis 18 Jahren, die minderjährig ohne ihre Familien nach Deutschland gekommen waren. In einem dreistöckigen Familienhaus teilten sie sich ein geräumiges Wohnzimmer, eine Küche, einen kleinen Garten und lebten in Zweier- und Dreierzimmern. Sie besuchten Willkommensklassen, Gemeinschaftsschulen oder Gymnasien und kamen mit ihren Deutschkenntnissen schnell voran. Nach der Schule wurde gemeinsam eingekauft, gekocht, gegessen, erzählt und es standen die für dieses Alter ungewöhnlich häufigen Termine bei Ämtern und Behörden auf dem Programm. Viele der Jugendlichen gingen regelmäßig zum Fußball-, Volleyball- oder Fitnesstraining, engagierten sich in der Freiwilligen Feuerwehr, spielten Theater oder besuchten zusätzlich ehrenamtlich organisierte Deutschkurse an der Universität und in der Bibliothek. In den Ferien wurden gemeinsame Ausflüge ins Umland oder Fahrten an die Ostsee, zum Beachcamp oder auch Stadtfahrten unternommen. Das Zusammenleben gestaltete sich harmonisch und vor allem solidarisch.

Ein Team von sechs Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen und Erzieherinnen und Erziehern begleitete die Jugendlichen rund um die Uhr bei ihrem Ankommen in der neuen Umgebung. Unterstützt wurden sie dabei von einem Bundesfreiwilligendienstleistenden, einer Dualstudentin, einer Hauswirtschaftskraft sowie Sprachmittlern und einem Physiotherapeuten. Der Fokus der Arbeit lag darauf, die Jugendlichen auf ein eigenständiges Leben vorzubereiten. Natürlich stand die Bildung an erster Stelle: Schulabschluss, Ausbildungsplatz oder Studium wurde ohnehin von allen Bewohnern angestrebt, so dass es eher um die Frage "Wie erreiche ich meine Ziele?" als um die Motivation ging. Impulse und Unterstützung brauchten sie allerdings im Umgang mit Behörden, Terminen bei Ärztinnen/Ärzten und Psychologinnen/Psychologen, der Wohnungssuche und der Freizeitgestaltung. Das Team konnte in diesen Fragen (fast) immer helfen, arbeitete aber selbstverständlich eng mit den Vormündern und dem Jugendamt, mit Beratungsstellen, Vereinen und anderen lokalen Akteuren zusammen. Jugendliche zogen aus, dafür kamen andere dazu, so dass sich die Gruppe nach und nach neu zusammensetzte. Es war eine spannende Arbeit für alle Betreuenden und eine große Bereicherung für die Jugendlichen.

Kontakt, Öffnungszeiten und Anfahrt

Stiftung SPI
Niederlassung Brandenburg Nord-West

Stahnsdorfer Str. 76/78
14482 Potsdam
Ansprechpartner/in:

Telefon: 0331 747970
Fax:
E-Mail: brandenburg.nw( at )stiftung-spi.de

Verkehrsverbindung
Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg

Fahrinfo unter www.vbb.de

Ziele und Schwerpunkte

  • Begleitung der Jugendlichen beim Aufbau einer eigenständigen Lebensführung
  • Unterstützung bei der Nutzung von Bildungsangeboten zur Erreichung eines zukunftssicheren Qualifikationsgrades
  • Förderung sozialer Kompetenzen und Selbsthilfepotenziale

Methoden

  • Pädagogische Jugendarbeit mit Bezugsbetreuersystem
  • Einzel- und Gruppengespräche

Struktur

Finanziert durch
Stadt Potsdam

Stadt Potsdam

Vertragspartner
Stadt Potsdam

Stadt Potsdam

Status: abgeschlossen
Zeitraum 01.12.2015 bis 31.12.2019

 

Art des Projektes


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