Drogenhilfe Nord – NordImpuls Wohnen

NordImpuls Wohnen

Drogenhilfe Nord – NordImpuls Wohnen: Wohnraumgestützte Betreuung bei Substitution

Das Projekt NordImpuls Wohnen bietet umfassende wohnraumgestützte psychosoziale Betreuung für opiatabhängige Menschen, die sich in ärztlicher Substitutionsbehandlung befinden und denen die substitutgestützte Behandlung mit psychosozialer Betreuung gegenwärtig die größte Chance zur Besserung gibt.

Dies sind insbesondere Opiatabhängige, die bereits mehrere Abstinenzversuche ohne langfristigen Erfolg unternommen haben oder die eine drogenfreie Therapie derzeit nicht durchführen können, weil sie bspw. neben Opiatabhängigkeit eine weitere schwere Erkrankung haben oder aufgrund von Schwangerschaft ein Abstinenzversuch derzeit nicht angebracht ist.

Die wohnraumgestützte psychosoziale Betreuung bei Substitution richtet sich an Betroffene, für die ambulante psychosoziale Betreuung nicht oder noch nicht die geeignete Hilfeleistung ist, weil sie sozialpädagogische Hilfe zum selbständigen Wohnen in einem geschützten Lebensraum benötigen.

Im Team von NordImpuls Wohnen arbeiten sozialpädagogische und psychologische Fachkräfte mit Hochschulabschluss, staatlicher Anerkennung und teilweisen Zusatzqualifikationen.

Kontakt, Öffnungszeiten und Anfahrt

Stiftung SPI
NordImpuls Wohnen

Alt-Reinickendorf 23 – 24
13407 Berlin
Ansprechpartner/in: Sabine Pohl


Standort Berlin

Telefon: 030 4938088
Fax: 030 4938010
E-Mail: drogenhilfe-nord( at )stiftung-spi.de

Öffnungszeiten
Mo. bis Do. 10:00-17:00 Uhr
Fr. 10:00-14:00 Uhr
und nach Vereinbarung

Verkehrsverbindung
S Alt-Reinickendorf

Fahrinfo unter www.vbb.de

Ziele und Schwerpunkte

Das allgemeine Ziel der wohnraumgestützten psychosozialen Betreuung ist es, die Betreuten zu einer eigenständigen und eigenverantwortlichen Lebens- und Haushaltsführung im eigenen Wohnraum zu befähigen. Die Hilfen zielen insbesondere darauf ab, langjährig heroinabhängige Menschen zu unterstützen und zu befähigen,

  • ihre Lebenssituation zu verbessern
  • sich einen geregelten und überschaubaren Alltag zu schaffen
  • sich von der Drogenszene zu distanzieren und aus Prostitution und kriminellen Betätigungen auszusteigen
  • ihre Gesundheit zu stabilisieren oder wiederherzustellen
  • ihre Chancen auf eine drogenfreie Perspektive zu erhöhen
  • ihr Leiden zu lindern

Das Betreuungsangebot umfasst auch die Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit der Lebens- und Suchtgeschichte sowie Hilfe bei der Entwicklung von Zukunftsperspektiven.

Die wohnraumgestützte psychosoziale Betreuung ist ein umfassendes Unterstützungsangebot. Sie beinhaltet konkrete lebenspraktische sowie psychische Hilfestellungen bei der Lösung von aktuellen sozialen und gesundheitlichen Problemen. Dazu gehören:

  • Sicherung des Lebensunterhalts
  • Schuldenregulierung
  • berufliche Orientierung und Arbeitsplatzsuche
  • Strukturierung des Alltags
  • Förderung sozialer Kompetenzen und Vermittlung von Konfliktbewältigungsstrategien
  • Klärung aktueller Krisen
  • Vermittlung in ärztliche Behandlung
  • Umgang mit Behörden und Justiz
  • Umgang mit Krankheit und Behinderung
  • Reduzierung bzw. Vermeidung von Beikonsum
  • Unterstützung zur Inanspruchnahme vorhandener externer Beratungs- und Unterstützungsangebot

Methoden

  • Bereitstellung trägereigener Wohnungen
  • sozialpädagogische Einzelbetreuung mit regelmäßigen Einzelgesprächen
  • klientenzentrierte, systemische, lösungsorientierte Arbeitsansätze
  • psychosoziale Diagnose und Betreuungsplanung
  • psychosoziale Betreuung vor Ort in ausgewählten Arztpraxen
  • aufsuchende, nachgehende und begleitende Arbeit
  • Einbeziehung die Partner/in und/oder Familie in den Betreuungsprozess, sofern dies erwünscht ist
  • Psychoedukation
  • Motivational Interviewing
  • Vermittlung ergänzender oder weiterführender Hilfen
  • Case-Management

Struktur

Finanziert durch
Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales

Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales

Status: aktuell
Zeitraum Seit 01.01.2008

 


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