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Spandauer Aktionsmärz: (Sorge-) Arbeit, Lohn und Wirklichkeit. Zum Zusammenhang von Gender-, Migrant- und Class-Pay-Gap

29.02.2024 | 17:30 – 20:00 | Berlin-Spandau

Veranstaltungsort

Zitadelle Spandau, ZAK, Saal A + B (barrierefrei)
Art: Mit Anmeldung

Die Auftaktveranstaltung des Spandauer Aktionsmärz 2024 widmet sich den geschlechtsbedingten Lohnunterschieden und der materiellen Diskriminierung von Frauen. Wir wissen, dass Frauen rund 18 Prozent weniger verdienen als Männer in Deutschland. Am Ende ihres Berufslebens werden sie lediglich über die Hälfte des Vermögens der Männer verfügen. Wesentliche und miteinander verbundene Gründe für diese finanzielle Ungleichheit sind die Auswirkungen von ungleich verteilter und unbezahlter Sorgearbeit, die massiven Lohnunterschiede zwischen Branchen mit einem hohen Männeranteil und Branchen mit einem hohen Frauenanteil sowie die direkte Lohndiskriminierung von Frauen selbst im gleichen Bereich.

Doch das reicht nicht zur Analyse. Über wen reden wir eigentlich, wenn wir über Frauenarmut sprechen? Wer arbeitet in Branchen, die besonders schlecht zahlen, in der Kinderbetreuung, der Altenpflege oder der Gastronomie?
Wer pflegt wen, wer betreut (wessen) Kinder und für wen ist die gläserne Decke besonders undurchdringlich?

Was in Ländern wie Großbritannien längst statistisch erhoben wird, wird in Deutschland meist vergessen. Selten wird errechnet oder auch nur gefragt, was es konkret für Alltag, Gesundheit und Bildungschancen bedeutet, wenn neben dem Lohngefälle aufgrund des Geschlechts auch noch Lohndiskriminierung aufgrund rassistischer Diskriminierung (Migrant Pay Gap) oder der sozialen Herkunft (Class Pay Gap) hinzukommen.

Unsere Expert:innen erörtern auf dem Podium das Zusammenwirken mehrerer Diskriminierungsformen bei Sorgearbeit und Lohnverteilung. Mit Blick auf die Ursachen und die spürbaren Nachteile im Leben vieler Frauen, wird diskutiert, welche Maßnahmen Politik und Verwaltung in Spandau und im Land ergreifen oder umsteuern müssen, um Frauenarmut wirksam entgegenzuwirken.

Grußworte:
Bezirksbürgermeister Frank Bewig
Cansel Kiziltepe (Senatorin für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidis-kriminierung des Landes Berlin)

Keynote:
Dr. Reyhan Şahin aka Lady Bitch Ray (Künstlerin, Wissenschaftlerin, Buchautorin & Aktivistin)

Podiumsdiskussion:
Dr. Reyhan Şahin aka Lady Bitch Ray
Prof. Dr. Heide Pfarr (angefragt, Ehrenmitglied des Dt. Juristinnenbundes & ehem. Berliner Senatorin)
Tayo Awosusi-Onutor (Sängerin, Autorin, Regisseurin und Aktivistin bei Romani Phen und Ini-Rromnja)
Dr. Doris Liebscher (Leiterin der Ombudsstelle für das Landesantidiskriminierungsgesetz)

Moderation: Melike Çınar

Anmeldung: Bitte unter https://lets-meet.org/reg/dd5c53f2feb72e1bdc

Umrahmt wird das Programm von einem kleinen Empfang und gemeinsamem Ausklang mit Getränken und Fingerfood.
 

E-Mail: info(at)stiftung-spi.de Telefon: 030 459793-0