Kinder und Jugendliche

Die heute in den Vordergrund gestellten Erziehungsziele sind weder einheitlich noch konkret zu definieren und vor allem von jungen Menschen schwer zu erfassen. Sie sind unter anderem abhängig von Umfeld, Glauben und Wertvorstellungen der Erziehenden.

Kinder und Jugendliche werden mit dieser Unübersichtlichkeit der Werte und ihrer Veränderungen in noch höherem Maße konfrontiert als Erwachsene. Ihre Identität zu finden und sich den Entwicklungsaufgaben zu stellen, die damit einhergehen, stellen nicht nur an sie hohe Anforderungen. Die früher als am wichtigsten geltende Institution der traditionellen Familie nimmt nicht mehr den ersten Stellenwert ein. Beständige Leitfiguren und homogene Wertstrukturen existieren immer weniger. Unabhängigkeit und Individualisierung bestimmen die Erziehung.

Den jungen Menschen helfen Traditionen und bekannte Muster nur noch teilweise bei der Orientierung. Damit eröffnen sich ihnen zwar neue Möglichkeiten, auf ihr Leben einzuwirken und es selbst zu bestimmen, aber die Risiken, dass daraus möglicherweise Gefühle von Ohnmacht, Überforderung und Angst entstehen sowie die Gefahr, zu scheitern, erhöhen sich um ein Vielfaches.

Die Stiftung SPI verfolgt das Ziel der Jugendhilfe, positive Lebensbedingungen zu schaffen, Unterstützung zu leisten und negative Stigmatisierung und daraus möglicherweise folgende "selbsterfüllende Prophezeiungen" zu vermeiden. Ihr Auftrag lautet, junge Menschen in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung zu fördern und dazu beizutragen, Benachteiligungen zu vermeiden oder abzubauen. Dieser Auftrag unterliegt sehr differenzierten Bedingungen und verlangt einen umfassenden Blick auf junge Menschen und deren Familien.