Flucht nach vorn

Flucht nach vorn

Flucht nach vorn - Bildung, Beratung und Betreuung junger Flüchtlinge

Das Projekt Flucht nach vorn - Bildung, Beratung und Betreuung junger Flüchtlinge wendet sich an unbegleitete Flüchtlinge bis zum 23. Lebensjahr, die über keine oder nur wenige Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen und nach Ablauf der Schulpflichtjahre keinen Schulabschluss sowie keinen Zugang zu beruflicher Bildung gefunden haben.

Flucht nach vorn bietet diesen Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Möglichkeit, die deutsche Sprache zu erlernen und befähigt sie, einen Vorbereitungskurs zur Erlangung des Hauptschulabschlusses besuchen zu können. Mit Hilfe qualifizierter und qualifizierender Bildungsangebote soll jungen Flüchtlingen die Integration in die deutsche Gesellschaft ermöglicht bzw. die Rückkehr in ihre Heimatländer erleichtert werden.

Die Zielgruppe ist nicht homogen, sondern differiert hinsichtlich Alter, soziokulturellem Hintergrund, religiösen Traditionen und vor allem schulischen Vorerfahrungen. Auch die Geschlechterdifferenzen sind von maßgeblicher Bedeutung.

Grundlage für die berufliche Qualifizierung sowie die Beratung und Betreuung ist Artikel 28 der Kinderrechtskonvention.

Ein neuer Alphabetisierungskurs sowie ein Deutschkurs A1.1 beginnen am 11. September 2017. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Kontakt, Öffnungszeiten und Anfahrt

Stiftung SPI
Flucht nach vorn

Oderbruchstraße 10
10369 Berlin
Ansprechpartner/in: Julia Fath, Anna Rossetti


Standort Berlin

Telefon: 030 6188081
Fax: 030 61624842
E-Mail: fnv( at )stiftung-spi.de

Öffnungszeiten
Mo. bis Fr. 09:00–16:00 Uhr
Mi. 10:00–14:00 Uhr Anmeldung/Test

Verkehrsverbindung
S-Bahnhof Landsberger Allee

Fahrinfo unter www.vbb.de

Angebote

  • Sprachförderung (Kurse: Deutsch als Zweitsprache bzw. Alphabetisierungskurs)
  • Kursangebote in Mathematik und Englisch (optional)
  • Integration in unsere Gesellschaft
  • Vorbereitung auf Schulabschlusskurse bzw. berufliche Qualifizierungsmaßnahmen
  • Beratung zu Möglichkeiten schulischer und beruflicher Bildung
  • Weiterleitung in andere Bildungsmaßnahmen
  • sozialpädagogische Betreuung im Schulalltag
  • Rückkehr in ihre Heimatländer erleichtern

Ziele und Schwerpunkte

Bildung
Im Mittelpunkt der Bildungs- und Qualifizierungsangebote steht das Erlernen der deutschen Sprache. Einstufung und Aufnahme erfolgen nach Aufnahmegespräch und schriftlichem Test, mit dem Sprachkompetenz und/oder Grad der Alphabetisierung festgestellt werden. Neue Schülerinnen und Schüler werden in der Regel mit Beginn des neuen, halbjährlichen Schuljahres aufgenommen.

Der Sprachunterricht "Deutsch als Zweitsprache" ist ein dreistufiges Kurssystem:

  1. Alphabetisierungs- und Deutsch-Vorkurse für nicht bzw. unzureichend alphabetisierte Schülerinnen und Schüler (in Kleinstgruppen von 5 bis 7 Schülerinnen und Schüler)
  2. Anfänger- und Aufbaukurs - Voraussetzung: gute Kenntnisse des lateinischen Schriftsystems; zusätzlich Unterricht in Mathematik
  3. Abschlusskurs zur Vorbereitung auf die Prüfung bei der Volkshochschule (VHS) bzw. die Aufnahme in Kurse der VHS zur Erlangung des Hauptschulabschlusses. Schülerinnen und Schülern der 3. Klasse wird optional auch Englisch angeboten.

Das dreigliedrige Kurssystem ermöglicht kontinuierliches Lernen und so etwas wie eine Bildungsbiographie, die in nachfolgenden, mit dem Projekt kooperierenden, Bildungsinstitutionen fortgeschrieben werden kann. Es eröffnet jungen Flüchtlingen eine Perspektive - sowohl in Deutschland als auch in ihren Heimatländern.

Beratung
Die jungen Menschen werden gemäß ihren Kompetenzen, ihrem Lernvermögen sowie ihren individuellen Wünschen und Bedürfnissen bei der schulischen und beruflichen Orientierung beraten, unterstützt und in anschließende Bildungsmaßnahmen weitergeleitet. Zeugnisse und individuelle Einschätzungen belegen nachfolgenden Bildungseinrichtungen bereits vorhandene Kenntnisse.

Betreuung
Bei sozialen und psychischen Problemen oder aufenthaltsrechtlichen Unsicherheiten steht eine sozialpädagogische Fachkraft zur Verfügung. Fälle, die deren Kompetenzen überschreiten, werden an spezialisierte Beratungsstellen weitervermittelt.
Die Betreuung erfolgt in enger Absprache mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Einrichtungen, in denen die jungen Flüchtlinge untergebracht sind, bzw. mit ihren zuständigen Vormündern.

Methoden

Der Deutschunterricht und seine Progression orientieren sich am Europäischen Referenzrahmen für Sprachen und seinen Niveaustufen.

Struktur

Gefördert durch
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie

Status: aktuell
Zeitraum Seit 01.01.1987

 


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