Flucht nach vorn

Flucht nach vorn

Flucht nach vorn – Beratung, Bildung und Betreuung junger Flüchtlinge

Junge Geflüchtete in Deutschland sehen meist einer unklaren Zukunft entgegen und finden sich oft nur schwer in der deutschen Gesellschaft und ihrem Bildungssystem zurecht. Das Projekt "Flucht nach vorn" ist seit dem Jahr 1987 ein Ort in Berlin, an dem sie einen niedrigschwelligen Zugang zu Beratung, Bildung und sozialpädagogischer Betreuung finden.

Das Projekt wendet sich an unbegleitete minderjährige Flüchtlinge ab dem 16. Lebensjahr und junge Geflüchtete bis zum 25. Lebensjahr, die keine oder wenige Kenntnisse der deutschen Sprache haben, nicht oder unzureichend alphabetisiert bzw. des lateinischen Alphabets nicht mächtig sind, keinen Platz in einer Willkommensklasse gefunden haben oder aufgrund ungenügender Sprachkenntnisse keinen Zugang zur beruflichen Bildung finden.

Flucht nach vorn versteht sich als Brücke zwischen der deutschen Aufnahmegesellschaft und den jungen Geflüchteten. Hier erhalten die jungen Menschen Aufmerksamkeit und Unterstützung, die ihnen helfen können, ihr seelisches Gleichgewicht, das für alle Lern- und Lebensprozesse unverzichtbar ist, nach den Erfahrungen von Flucht und Gewalt wiederzufinden. Bei Flucht nach vorn lernen sie schrittweise, sich in Deutschland zu bewegen, den Alltag zu begreifen und zu verstehen, nicht nur sprachlich.

Ein neuer Alphabetisierungskurs sowie ein Deutschkurs A1.1 beginnen am 11. September 2017. Quer- und Späteinstieg sind nach Absprache möglich. Termine für Aufnahmetests und Anmeldungen bitte telefonisch vereinbaren.

Kontakt, Öffnungszeiten und Anfahrt

Stiftung SPI
Flucht nach vorn

Oderbruchstraße 10
10369 Berlin
Ansprechpartner/in: Julia Fath, Anna Rossetti


Standort Berlin

Telefon: 030 6188081
Fax: 030 61624842
E-Mail: fnv( at )stiftung-spi.de

Öffnungszeiten
Mo. bis Fr. 09:00–16:00 Uhr
Mi. 10:00–14:00 Uhr Anmeldung/Test

Verkehrsverbindung
S-Bahnhof Landsberger Allee

Fahrinfo unter www.vbb.de

Angebote

Beratung

  • Lernberatung
  • Beratung über die Möglichkeiten schulischer und beruflicher Bildung
  • Weiterleitung in andere Bildungsmaßnahmen

Bildung

  • Klärung der Sprachkompetenzen
  • Alphabetisierung
  • Deutsch als Zweitsprache
  • Mathematik
  • Vorbereitung auf Deutsch- und Mathematiktests für die Aufnahme in Schulabschlusskurse bzw. berufliche Qualifizierungsmaßnahmen

Betreuung

  • Sozialpädagogische Betreuung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Rahmen ihres schulischen Alltags und darüber hinaus

Ziele und Schwerpunkte

Ziele des Projektes sind, dass die Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer

  • Verantwortung für ihr eigenes Handeln übernehmen,
  • eine Bildungsmotivation entwickeln,
  • das Lernen erlernen, sodass sie sich auf weitere Bildungsmaßnahmen vorbereiten können,
  • sprachliche und soziale Kompetenzen zur Bewältigung lebenspraktischer Anforderungen in der deutschsprachigen Gesellschaft entwickeln, die ihrer Integration in Deutschland dienen und, im Fall einer Rückkehr ins Heimatland, den jungen Menschen Instrumente bieten, um sich dort eine Existenz aufzubauen,
  • in andere Bildungsmaßnahmen vermittelt werden können.

Methoden

Der Deutschunterricht orientiert sich am Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen.

Struktur

Gefördert durch
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie

Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie

Status: aktuell
Zeitraum Seit 01.01.1987

 


Verwandte Projekte

Alle Projekte aus dem Geschäftsbereich Lebenslagen, Vielfalt & Stadtentwicklung 

 Zurück zur Übersicht