Tagesstätte für Suchtkranke Lichtenberg

Tagesstätte Lichtenberg

Tagesstätte für Suchtkranke Lichtenberg

Die Tagesstätte für Suchtkranke Lichtenberg bietet erwachsenen Menschen mit einer Suchterkrankung, mit dem Schwerpunkt stoffgebundene Süchte, auch mit Doppeldiagnosen, mit körperlichen oder hirnorganischen Folgeerkrankungen individuelle Betreuung im Rahmen der Eingliederungshilfe nach §§ 53, 54 SGB XII an. Das Angebot setzt Abstinenz nicht zwingend voraus, auch bei Rückfällen wird die Betreuung fortgesetzt.

Die Tagesstätte fordert und fördert von den Besucherinnen und Besuchern Veränderungsmotivation und Offenheit für das Leben in der Gruppe, Krankheitseinsicht sowie die Bereitschaft, individuelle Lösungsansätze zu erarbeiten. Die Tagesstätte bietet eine abstinente Tagesstruktur von Montag bis Freitag, deren Schwerpunkte die Auseinandersetzung mit der Suchterkrankung, die sozialarbeiterische Unterstützung beim Umgang mit Finanzen und Behörden, das (Wieder-)Erlangen von sozialen Kompetenzen und Grundarbeitsfähigkeiten durch Ergo- und Kunsttherapie und hauswirtschaftliches Training sind, an.

Ein wichtiges Lernfeld stellt der Bereich der suchtmittelfreien Freizeitgestaltung dar. Mehrfach beeinträchtigte Abhängigkeitskranke sind häufig aufgrund des langjährigen Suchtmittelkonsums in ihrer Gesundheit und ihren sozialen Fähigkeiten eingeschränkt. Während des individuellen Betreuungsprozesses sollen der Suchtmittelkonsum verringert, Abstinenzphasen verlängert sowie der physische und psychische Allgemeinzustand stabilisiert und verbessert werden. Diese und die Entwicklung weiterer Fähigkeiten können in Maßnahmen der beruflichen Rehabilitation, in eine Alkoholentwöhnungsbehandlung oder in anderen Hilfsformen münden.

Im Team der Tagesstätte für Suchtkranke Lichtenberg arbeiten derzeit eine Sozialpädagogin, zwei Sozialpädagogen, eine Ergotherapeutin und eine Kunsttherapeutin.

Kontakt, Öffnungszeiten und Anfahrt

Stiftung SPI
Tagesstätte für Suchtkranke Lichtenberg

Herzbergstraße 82, Seitenaufgang 2. Etage, barrierefrei erreichbar
10365 Berlin
Ansprechpartner/in: Sylvia Schroeder


Standort Berlin

Telefon: 030 5540209
Fax: 030 55494803
E-Mail: ts-li( at )stiftung-spi.de

Öffnungszeiten
Mo. bis Do. 08:00–16:00 Uhr
Fr. 08:00–15:00 Uhr

Verkehrsverbindung
Tram M8

Fahrinfo unter www.vbb.de

Angebote

  • geregelte, alltagsnahe und abstinente Tagesstruktur in geschütztem und suchtmittelfreiem Rahmen
  • sozialarbeiterische Unterstützung bei Anträgen und Behördengängen (Sozialamt, Jobcenter usw.), Vermittlung oder Begleitung zu Ärzten
  • Einzel- und Gruppengespräche über Probleme im Umgang mit der Sucht
  • Herstellung sozialer Kontakte zu anderen Betroffenen
  • Erlernen einer Freizeitgestaltung ohne Suchtmittel
  • Ergotherapie und kreative Gestaltung - hier bekommen die Besucherinnen und Besucher Anregungen und Anleitung zum Arbeiten mit unterschiedlichen Materialien und Techniken; zur Erweiterung der Interessen kommt das Training von instrumentellen und kognitiven Fähigkeiten
  • ergo- und kunsttherapeutische Angebote in unseren Werkstätten (z. B. Ton-, Holz-, Korbflechtarbeiten)
  • hauswirtschaftliche Arbeiten  - dabei werden alltagspraktische Fähigkeiten trainiert
  • Gedächtnistraining
  • regelmäßige und abwechslungsreiche Ausflüge in der Gruppe
  • regelmäßig stattfindende Sportgruppen: Tischtennis, Badminton, Kubb-Spiel, Laufen und Schwimmen
  • Möglichkeiten zum Duschen und Wäsche waschen

Ziele und Schwerpunkte

Alle Ziele werden individuell und gemeinsam mit der Besucherin oder dem Besucher erarbeitet und regelmäßig angepasst. Die Hauptziele sind in der Regel:

  • Einschränkung des Suchtmittelmissbrauchs
  • Verlängerung der Abstinenzphasen
  • Erreichen einer nachhaltigen Abstinenz
  • Aufbau einer individuellen Tagesstruktur mit Sinnfindung im Beschäftigungsbereich
  • Stabilisierung des psychischen und physischen Allgemeinzustandes
  • (Wieder-)Aufbau sozialer Kontakte und deren Pflege
  • Finden neuer Lebensinhalte und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben
  • (Wieder-)Aufbau von Freizeitmöglichkeiten
  • Verbesserung kognitiver Fähigkeiten
  • sozialarbeiterische Unterstützung, Existenzsicherung

Die themenzentrierte Einzel- und Gruppenarbeit – unter Einbeziehung alltagspraktischer Problemstellungen – dient der Auseinandersetzung mit der Suchterkrankung. Dazu zählen:

  • Beschäftigung mit dem Suchtverhalten und den individuellen Suchtstrukturen
  • Erkennen von Konsummotiven
  • Identifikation von Rückfallgefahren und -auslösenden Situationen

Rückfälle verstehen wir als Indikator für problembelastete oder auch krisenhafte Situationen. Mit unserer aufsuchenden Arbeit, d. h. dem Aufrechterhalten des Kontaktes, streben wir die frühzeitige Unterbrechung des Rückfalls an. Dieses Handeln ist fester Bestandteil der partnerschaftlichen Zusammenarbeit auf dem Weg zu angestrebten Veränderungen.

Wir fördern die aktive Teilnahme unser Besucherinnen und Besucher an Entscheidungsprozessen z. B. bei Gruppengesprächen.

Struktur

Finanziert durch
Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales

Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales

Status: aktuell
Zeitraum Seit 01.01.1998

 

Art des Projektes


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