Servicestelle Gewaltschutz

Nach Auslaufen des Förderprogramms „Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend BMFSFJ und dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) zum 31.12.2018 ist die Stiftung SPI mit der Prozessbegleitung der Bundesinitiative beauftragt. Im Rahmen dessen begleitet die Servicestelle das Anschlussprojekt „Dezentrale Beratungs- und Unterstützungsstruktur für Gewaltschutz in Flüchtlingsunterkünften“ (DeBUG) der Wohlfahrtverbände AWO, Paritätischer Gesamtverband, Caritas, Diakonie und DRK. Das Projekt, das durch das BMFSFJ gefördert wird, verfolgt das Ziel, Betreiber- und Trägerorganisationen von Flüchtlingsunterkünften sowie kommunale- und Landesbehörden bei der Verbesserung des Gewaltschutzes zu unterstützen. Hierfür kommen sieben Multiplikatoren und Mulitplikatorinnen für Gewaltschutz zum Einsatz.

Des Weiteren koordiniert die Servicestelle Gewaltschutz im Auftrag von UNICEF die Umsetzung von viertägigen Schulungen zu den „Mindeststandards“. Ziel der Schulungen ist es, in Kooperation mit Landesministerien und nachgeordneten Behörden Leitungspersonen und andere Schlüsselpersonen von Aufnahmeeinrichtungen bei der Umsetzung und Weiterentwicklung des Gewaltschutzes zu unterstützen.

Zudem unterstütz die Servicestelle Gewaltschutz die weiteren Aktivitäten des BMFSFJ in der Bundesinitiative. Dazu gehört die Organisation jährlicher Netzwerktreffen sowie anderer Fachveranstaltungen, die Pflege und Redaktion der Webseite der Bundesinitiative und die Vernetzung der deutschlandweit tätigen Akteure im Themenfeld der Bundesinitiative.

Zudem begleitet die Servicestelle Gewaltschutz die Aktivitäten der Bundesinitiative. Die Bundesinitiative ist ein Zusammenschluss von einschlägigen Organisationen im Themenfeld Flucht und Migration unter Federführung des BMFSFJ und versteht sich als Plattform für den fachpolitischen Austausch.


Kontakt, Öffnungszeiten und Anfahrt

Stiftung SPI
Servicestelle Gewaltschutz-GU

Alexanderstraße 1
10178 Berlin
Ansprechpartner/in: Christoph Schwamborn, Usama Ibrahim-Kind


Standort Berlin

Telefon: 030 390634760
Fax: 030 39063480
E-Mail: servicestelle( at )gewaltschutz-gu.de
Website: www.gewaltschutz-gu.de

Verkehrsverbindung
S/U Alexanderplatz

Fahrinfo unter www.vbb.de

Ziele und Schwerpunkte

Bundesinitiative „Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“

Im Jahr 2016 haben das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) die Bundesinitiative „Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ mit dem Ziel ins Leben gerufen, einheitliche Standards in Flüchtlingsunterkünften zu etablieren.

Als fachpolitisches Netzwerk von staatlichen Stellen und zivilgesellschaftlichen Organisationen wie dem Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, der Frauenhauskoordinierung e.V., der bundesweiten Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer, dem Bundesweiten Koordinierungskreis gegen Menschenhandel e.V., der Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention, dem Deutschen Institut für Menschenrechte oder auch Save the Children und Plan International sowie den Wohlfahrtsverbänden unter Federführung des BMFSFJ verfolgt die Bundesinitiative vier Tätigkeitsschwerpunkte im Themenfeld:

  • Mindeststandards in Flüchtlingsunterkünften verbindlich machen,
  • Netzwerkstrukturen ausbauen und vertiefen,
  • Fachliche Expertise bündeln und Wissenstransfer fördern,
  • Datenlage zur Umsetzung der Mindeststandards verbessern.

Begleitung desModellprojekts „Dezentrale Beratungs- und Unterstützungsstruktur für Gewaltschutz in Flüchtlingsunterkünften“ (DeBUG)

Mit dem Modellprojekt DeBUG wird eine dezentrale Beratungs- und Unterstützungsstruktur zur Verbesserung des Gewaltschutzes in Flüchtlingsunterkünften aufgebaut.

Zur Umsetzung des Projektes haben die beteiligten Wohlfahrtverbände deutschlandweit an sieben Standorten Stellen eingerichtet, die interessierten Betreiber- und Trägerorganisationen sowie kommunale- und Landesbehörden als Ansprechpersonen für Fragen des Gewaltschutzes dienen.

Neben der Beratung fördern die Multiplikatoren und Multiplikatorinnen den Ausbau von lokalen und regionalen Netzwerk- und Kooperationsstrukturen, organisieren Sensibilisierungsmaßnahmen und führen Fachveranstaltungen durch.

UNICEF Schulungen zu den „Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“

Die Schulungen zu den „Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ richten sich an Leitungspersonen und andere Schlüsselpersonen von Landeserstaufnahmeeinrichtungen und verfolgen das Ziel, die Entwicklung und Umsetzung von einrichtungsspezifischen Schutzkonzepten zu unterstützen.

Hierfür kooperiert die Servicestelle Gewaltschutz mit Landesministerien und nachgeordneten Behörden und greift auf einen Pool von Trainer und Trainerinnen zurück, die von UNICEF für die Durchführung der Schulungen zertifiziert wurden.

Struktur

Gefördert durch
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Vertragspartner
Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF)

Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF)

Status: aktuell
Zeitraum 01.01.2019 bis 31.12.2020

 


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