Servicestelle Gewaltschutz und Teilhabe
Die Stiftung Sozialpädagogisches Institut Berlin »Walter May« (Stiftung SPI) begleitet seit 2017 die bundesweiten Aktivitäten zum Schutz von geflüchteten Menschen in Unterkünften. Aufbauend auf diesen Erfahrungen ist sie seit 2026 vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) mit der Durchführung der Servicestelle „Gewaltschutz und Teilhabe in Unterkünften für Geflüchtete“ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ beauftragt.
Die Servicestelle übernimmt die fachlich-inhaltliche Prozessbegleitung der Bundesinitiative „Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ und verantwortet deren Weiterentwicklung im Kontext des Sondervorhabenbereichs „Schutz und Teilhabe von Geflüchteten“ des Bundesprogramms „Demokratie leben!“. Neben der kontinuierlichen Begleitung der Bundesinitiative umfasst dies insbesondere die Verzahnung von Maßnahmen des Gewaltschutzes mit Ansätzen zur Förderung von Teilhabe geflüchteter Menschen.
Die Servicestelle gewährleistet den systematischen Informations-, Erfahrungs- und Wissensaustausch innerhalb der Bundesinitiative und darüber hinaus. Sie konzipiert und organisiert zentrale Austausch- und Veranstaltungsformate, darunter Netzwerktreffen, Fachveranstaltungen und themenspezifische Arbeitsformate. Darüber hinaus verantwortet sie die fachliche Aufbereitung und Veröffentlichung von Erkenntnissen, Materialien und Publikationen sowie die Öffentlichkeitsarbeit u. a. über die Webseite der Bundesinitiative.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Vertiefung und Ausweitung der Zusammenarbeit mit den für die Aufnahme und Unterbringung zuständigen Landesministerien, nachgeordneten Behörden und Kommunen. Durch die Entwicklung geeigneter Formate und die gezielte Ansprache relevanter Akteurinnen und Akteure trägt die Servicestelle zur Stärkung der bundesweiten Vernetzung und zur Weiterentwicklung gemeinsamer fachlicher Standards bei.
Die Begleitung der Bundesinitiative „Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ durch die Servicestelle Gewaltschutz ist ein Angebot im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.
Kontakt, Öffnungszeiten und Anfahrt
Stiftung SPI
Servicestelle Gewaltschutz-GU
Seestraße 67
13347 Berlin
Ansprechperson: Ruby Brinza, Franziska Queck
Standort Berlin-Mitte
Standort Berlin
Telefon: 030 390634760
Fax: 030 39063480
E-Mail: servicestelle(at)gewaltschutz-gu.de
Website: www.gewaltschutz-gu.de
Verkehrsverbindung
U6 Seestraße; Tram 50, Tram M13 Osram-Höfe
Fahrinfo unter www.vbb.de
Im Jahr 2016 haben das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) das Bundesprogramm „Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ mit dem Ziel ins Leben gerufen, einheitliche Standards in Geflüchtetenunterkünften zu etablieren auf Grundlage der „Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“. Die seit 2021 in vierter Auflage vorliegenden Leitlinien dienen der Entwicklung und Umsetzung von Schutzkonzepten und werden fortlaufend weiterentwickelt.
Seit 2019 wird die Bundesinitiative als Netzwerk aus Expertinnen und Experten von staatlichen Stellen und zivilgesellschaftlichen Organisationen unter Federführung des BMBFSFJ fortgeführt.
Mit der Überführung der Bundesinitiative in den Sondervorhabenbereich „Schutz und Teilhabe von Geflüchteten“ im Jahr 2025 wurde die inhaltliche Ausrichtung erweitert. Neben dem Gewaltschutz rückt seither die Förderung von Teilhabe und Selbstwirksamkeit geflüchteter Menschen stärker in den Fokus. Ziel ist es, beide Themenfelder enger miteinander zu verknüpfen und so zu einer nachhaltigen Verbesserung der Unterbringungssituation beizutragen.
Die Bundesinitiative verfolgt in diesem Sinne folgende fünf Ziele:
- Mindeststandards in Unterkünften für geflüchtete Menschen verbindlich verankern und umsetzen,
- Netzwerk- und Kooperationsstrukturen für effektiven Gewaltschutz in Unterkünften für geflüchtete Menschen befördern,
- Fachliche Expertise zugänglich machen und praxiswirksames Wissen zur Umsetzung des Gewaltschutzes in Unterkünften für geflüchtete Menschen vermitteln,
- Datenlage zur Umsetzung der Mindeststandards in Unterkünften für geflüchtete Menschen verbessern,
- Aktive Teilhabe und Selbstwirksamkeit von geflüchteten Menschen stärken
Diese Ziele werden mittels der vom BMBFSFJ geförderten Modellprojekte im Sondervorhabenbereich sowie durch die Aktivitäten der Bundesinitiative vorangetrieben und konsequent verfolgt.
Die Bundesinitiative ist ein Zusammenschluss von einschlägigen Organisationen in den Themenfeldern Gewaltschutz und Teilhabe in der Unterbringung für Geflüchtete unter Federführung des BMBFSFJ und versteht sich als Netzwerk für einen ebenenübergreifenden Austausch.
Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Ein Angebot im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“
Status: aktuell
Zeitraum
01.04.2026
bis
31.12.2028
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