Zum Inhalt springen

Flucht nach vorn

Flucht nach vorn

Flucht nach vorn

Betreuung, Bildung und Beratung junger Geflüchteter

Lernen beginnt dort, wo die jungen Menschen stehen.
Seit 1987 unterstützt das Grundbildungsprojekt „Flucht nach vorn“ junge Geflüchtete auf ihrem Bildungsweg. Das Angebot richtet sich an 16- bis 25-Jährige mit geringen Deutschkenntnissen und wenig oder keiner Schulerfahrung, die besondere Unterstützung beim Lernen benötigen.

Zielgruppe
Viele Teilnehmer:innen hatten in ihren Herkunftsländern keinen Zugang zu Bildung und lernen bei uns zum ersten Mal Lesen und Schreiben. Sie benötigen ein langsames Lerntempo und individuelle Unterstützung, die reguläre Sprachkurse oft nicht bieten können.

Unser Angebot

  • Alphabetisierung und Deutschkurse bis Niveau A2.1
  • Mathematikunterricht
  • Grundbildung (PC-Training, Berufsorientierung, politische Bildung)

Unser Ansatz
Der Unterricht erfolgt kleinschrittig und in langsamem Lerntempo. Die Teilnehmer:innen werden intensiv sozialpädagogisch betreut und finden bei uns verlässliche Bezugspersonen sowie ein verbindliches Lernumfeld. Wir arbeiten eng mit Betreuungseinrichtungen (z. B. Trägern der Jugendhilfe) zusammen, um eine umfassende Unterstützung sicherzustellen.

Perspektiven entwickeln
Wir beraten die Teilnehmer:innen zu ihren schulischen und beruflichen Möglichkeiten und begleiten die nächsten Schritte in Richtung Ausbildung oder weiterführende Bildung. Dabei stehen die individuellen Fähigkeiten, Interessen und Ziele im Mittelpunkt.

Teilnahme und Zugang

  • Unabhängig vom Aufenthaltsstatus
  • Kostenfrei für alle Teilnehmer:innen
  • Offen für alle, inklusive junger Menschen mit schwierigen Lebensverläufen oder straffälliger Vergangenheit

Mitmachen und unterstützen
Wir suchen laufend Ehrenamtliche für Lese- und Schreibtrainings sowie Praktikant:innen. Studierende der (Sozial-)Pädagogik oder vergleichbarer Studiengänge können ein Pflichtpraktikum absolvieren und wertvolle Praxiserfahrung in einem interkulturellen Kontext sammeln. Mehr Informationen (PDF, 121 KB)

Den Flyer zum Projekt finden Sie hier zum Download (PDF, 1,2 MB)

Aktuelle Informationen

Die Semester bei „Flucht nach vorn“ richten sich nach den Halbjahren der Berliner Schulen und beginnen jeweils nach den Winterferien bzw. nach den Sommerferien. Der Unterricht findet von Montag bis Freitag entweder von 9:30 – 12:00 Uhr oder von 12:30 – 15:00 Uhr statt. Die Kursdauer beträgt 6 Monate (für eine halbe Niveaustufe, z.B. A1.1).

Neue Teilnehmer:innen starten in der Regel zu Semesterbeginn. Ein Einstieg während des laufenden Semesters ist möglich, setzt jedoch voraus, dass ihr Sprachniveau dem bereits fortgeschrittenen Kursstand entspricht und noch freie Plätze verfügbar sind.

Kontakt, Öffnungszeiten und Anfahrt

Stiftung SPI
Flucht nach vorn – Betreuung, Bildung und Beratung junger Geflüchteter

Hauptstraße 13 (Gebäude 8)
10317 Berlin
Ansprechperson: Martina Gartner


Standort Berlin

Telefon: 030 6188081, 01520 4867537
Fax: -
E-Mail: fnv(at)lvs.stiftung-spi.de

Öffnungszeiten
Mo. bis Fr. 09:00–15:00. Sie können uns per E-Mail und Telefon erreichen und persönliche Termine vereinbaren.

Verkehrsverbindung
Tram 21 Gustav-Holzmann-Str., S3 Rummelsburg

Fahrinfo unter www.vbb.de

Betreuung

  • sozialpädagogische Betreuung der Teilnehmer:innen im Rahmen ihres schulischen Alltags und darüber hinaus
  • Förderung sozialer Kompetenzen, z. B. Zuverlässigkeit und konstruktiver Umgang mit Konflikten
  • Förderung von Alltagsstruktur und Verbindlichkeit
  • Sozialpädagogische Stabilisierung und Krisenintervention

Bildung

  • Klärung der vorliegenden Sprachkompetenzen
  • Alphabetisierung und Deutschunterricht (bis zum Niveau A2.1)
  • Mathematikkurse
  • Grundbildung in verschiedenen Bereichen (z. B. PC-Training, Berufsorientierung, Gesundheitsförderung, politische Grundbildung)
  • Unterstützung beim Erwerb grundlegender Lernstrategien
  • Angepasstes und langsames Lerntempo
  • Vorbereitung auf Deutsch- und Mathematiktests für die Aufnahme in Abschlusskurse zur Erlangung der Berufsbildungsreife (BBR) bzw. in andere berufliche Qualifizierungsmaßnahmen

Beratung

  • Beratung über die Möglichkeiten schulischer und beruflicher Bildung
  • Weiterleitung in weiterführende Bildungsmaßnahmen
  • Weiterleitung an Fachberatungsstellen, z.B. bei rechtlichen oder gesundheitlichen Fragen

Ziele des Projekts sind:

  • Verantwortung und Verbindlichkeit: Die Teilnehmer:innen üben Verbindlichkeit und übernehmen Verantwortung für ihr eigenes Handeln. Sie entwickeln soziale Kompetenzen, um lebenspraktische Anforderungen in der deutschsprachigen Gesellschaft zu meistern und ihre Integration zu fördern.
  • Bildungskompetenz und Motivation: Die Teilnehmer:innen erlernen das Lernen und entwickeln eine nachhaltige Bildungsmotivation.
  • Sprachkompetenz: Die Teilnehmer:innen erlernen die deutsche Sprache und entwickeln ihre Kommunikationsfähigkeiten – sowohl schriftlich als auch mündlich – bis zum Niveau A2.1 gemäß des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER). Dieses Niveau ermöglicht den Wechsel in weiterführende Bildungsmaßnahmen.
  • Sozialpädagogische Betreuung: Die Teilnehmer:innen werden intensiv sozialpädagogisch begleitet und haben die Möglichkeit, über ihre Probleme und Bedürfnisse zu sprechen.
  • Kooperation und Austausch: Es besteht regelmäßiger Kontakt zwischen „Flucht nach vorn“ und den betreuenden Einrichtungen, um Lernfortschritte sowie soziale Auffälligkeiten und Probleme zu besprechen.
  • Beratung und Weitervermittlung: Die Teilnehmer:innen erhalten individuelle Beratung zu ihren schulischen und beruflichen Bildungsoptionen und werden in weiterführende Bildungsmaßnahmen vermittelt.

Gefördert durch
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie

Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie

Gefördert durch
Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung

Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung

Status: aktuell
Zeitraum Seit 01.01.1987


Alle Projekte aus dem Geschäftsbereich Lebenslagen, Vielfalt & Stadtentwicklung

Zurück zur Übersicht

E-Mail: info(at)stiftung-spi.de Telefon: 030 459793-0