Lernwerkstatt "Kompass" Sachsenhausen

Lernwerkstatt Sachsenhausen

Lernwerkstatt Sachsenhausen

Die Lernwerkstatt ist eine Kooperation der Jean-Clermont-Schule Oranienburg/Sachsenhausen und der Stiftung SPI im Rahmen des ESF-Programms Projekte Schule/Jugendhilfe 2020.

Ziel ist es, bis zu 15 Schülerinnen und Schülern der 7. und 8. Klasse mit schulischen, individuellen bzw. sozialen Benachteiligungen sozialpädagogische Unterstützung in enger Zusammenarbeit mit der Schule anzubieten. Durch individuelle Begleitung, der Förderung in Klein- und Kleinstgruppen sowie der Zusammenführung von innovativen schulischen Lernmethoden und sozialpädagogischem Know-how gibt das Projekt die Möglichkeit, Kenntnisse zu erweitern und die Stärken ihrer Persönlichkeit neu zu entdecken.

Dazu wird eine Lerngruppe am Schulstandort eingerichtet, in welche die Kinder und Jugendliche auf Antrag der Erziehungsberechtigten aufgenommen werden können. Die Schüler/innen werden in der Lerngruppe nach individuellen Förderplänen unterrichtet und sozialpädagogisch begleitet. Ziel ist die erfolgreiche Fortsetzung der Schullaufbahn im Klassenverband im Anschluss an die Maßnahme. Die Teilnehmenden der Lerngruppe bleiben während des Projekts in ihrem Klassenverband integriert und sollen auch soweit wie möglich am regulären Unterricht in der Stammklasse teilnehmen.

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Kontakt, Öffnungszeiten und Anfahrt

Stiftung SPI
Lernwerkstatt "Kompass" an der Jean-Clermont-Schule

Hermann-Löns-Straße 5
16515 Oranienburg OT Sachsenhausen
Ansprechpartner/in: Isabell Kittler

Telefon: 0159 01894310
Fax:
E-Mail: lw.sachsenhausen( at )stiftung-spi.de

Öffnungszeiten
Mo. bis Do. 07:30–15:00 Uhr
Fr. 07:30–13:00 Uhr

Verkehrsverbindung
Regionalbahnhof Sachsenhausen (Nord), ca. 15 min Fußweg oder Bus 802, 803 ab Oranienburg Rungestraße (3 min Fußweg vom S-Bahnhof Oranienburg) bis Haltestelle Sachsenhausen Kirche, ca. 10 min Fußweg

Fahrinfo unter www.vbb.de

Ziele und Schwerpunkte

Zielgruppe der Lernwerkstatt "Kompass" sind 15 stark verhaltensauffällige Schüler/innen der Klassenstufen 7 und 8, Jugendliche mit schulverweigerndem Verhalten oder mit sozialen Benachteiligungen und/oder individuellen Beeinträchtigungen, die im Prozess der schulischen und sozialen Integration in erhöhtem Maß auf Unterstützung angewiesen sind. Dabei wird vor allem auf präventive Handlungsansätze gesetzt, um einer beginnenden Schuldistanz möglichst früh entgegen zu wirken.

Das können z. B. Jugendliche sein, die einen Motivationsmangel aufweisen, Defizite im Bereich der sozialen Kompetenzen erkennen lassen, Klassenwiederholungen erlebt haben oder eine Instabilität im familiären Umfeld aufweisen. Im Projekt gilt es, die bereits gemachten Negativerfahrungen schrittweise durch positive Erlebnisse der eigenen Ressourcen und Fähigkeiten zu relativieren. Durch individuelle Begleitung, der Förderung in Klein- und Kleinstgruppen sowie der Zusammenführung von innovativen schulischen Lernmethoden und sozialpädagogischem Know-how gibt das Projekt die Möglichkeit ihre Kenntnisse zu erweitern, so dass sie:

  • ihre individuelle Persönlichkeitsentwicklung und ihr Sozialverhalten optimieren können,
  • in ihrer Integrationsfähigkeit gestärkt sind,
  • ihre Ressourcen und Selbsthilfepotenziale kennen und anwenden können,
  • zur adäquaten Lebensbewältigung in ihrem sozialen Umfeld befähigt sind.

Entscheidend für die individuelle Entwicklung an der Schule sind das Potenzial und die Kompetenz, die Jugendliche mitbringen. Daneben ist die Stabilität des engeren und weiteren sozialen Umfeldes wichtig. Durch die Stärkung der persönlichen Kompetenzen und die Stabilisierung des Lernumfeldes sollen manifeste Schulverweigerung und in der Folge Schulabbrüche vermieden werden. Kurz- bzw. mittelfristige Zielhorizonte sind der Verbleib bzw. die Reintegration im Klassenverband. Langfristig wird der Erwerb mindestens der einfachen Berufsbildungsreife und ein gelingender Übergang in die berufliche Ausbildung angestrebt.

Methoden

Die Auswertung der bisherigen Beteiligungen an Programmen zur Vermeidung von Schulverweigerung ergab, dass folgende Faktoren für die Reintegration von Kindern und Jugendlichen eine wichtige Rolle spielen: Intensive Beziehungsarbeit mit den Jugendlichen, konkrete Formulierung von Zielen, Arbeit in Kleingruppen, ganzheitliche Lernangebote, klare Grenzsetzung, individuelle Hilfen, auch für die Familien, Einbezug der Eltern und gegebenenfalls anderen Akteuren der sozialen Arbeit.

Durch starre Bildungsangebote und Methoden im schulischen Bildungssektor gelingt es vielen Kindern und Jugendlichen nicht, Sinnzusammenhänge zwischen ihrer Lebenswelt und den Lerninhalten zu erfassen. Die Lernwerkstatt "Kompass" Sachsenhausen als alternativer Lernort bietet ein verändertes Lernarrangement, welche die sozio-biografischen sowie lebenswelt-orientierte Erfahrungen und Ressourcen der Schüler/innen in die Unterrichtsinhalte einbezieht. In einer Eingangsphase wird der jeweilige Leistungsstand ermittelt, welcher die Grundlage des individuellen Lern- und Bildungsplans bildet.

Gleichberechtigt und parallel mit den lernpädagogischen Ansätzen der Lernwerkstatt erfolgt die umfassende sozialpädagogische Betreuung der Jugendlichen. Auftrag ist es, schulische und sozialpädagogische Unterstützungsangebote zu bündeln. Gemäß dem Grundsatz "Fördern und Fordern" folgt unsere sozialpädagogische Leitlinie drei grundsätzlichen Arbeitsansätzen: dem Empowerment, dem Case Management und der sozialpädagogischen Intervention.

Struktur

Gefördert durch
Europäischer Sozialfonds (ESF)

Europäischer Sozialfonds (ESF)

Gefördert durch
Land Brandenburg

Land Brandenburg

Status: aktuell
Zeitraum 01.08.2019 bis 31.07.2020

 


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