Tagesstätte für Suchtkranke Hohenschönhausen

Tagesstätte Hohenschönhausen

Tagesstätte für Suchtkranke Hohenschönhausen

Das Projekt Tagesstätte für Suchtkranke Hohenschönhausen bietet mehrfach beeinträchtigten abhängigkeitskranken Frauen und Männern zwischen 18 und 65 Jahren individuelle Betreuung im Rahmen der Eingliederungshilfe nach §§ 53, 54 SGB XII. Eine Platzvergabe erfolgt über einen Antrag beim Sozialamt oder über eine Beratungsstelle für Suchtkranke.

Das Angebot der Tagesstätte setzt Abstinenz nicht zwingend voraus, ist jedoch abstinenzmotivierend. Auch bei Rückfallen wird die Betreuung fortgesetzt. Die Anforderungen an die Besucher/innen richten sich nach deren Fähigkeiten, Fertigkeiten und Bedürfnissen. Diese werden mit den Zielen der Maßnahme der Eingliederungshilfe in einem Behandlungs- und Rehabilitationsplan gemeinsam abgestimmt.

Mehrfach beeinträchtigte Abhängigkeitskranke sind häufig aufgrund des langjährigen Suchtmittelkonsums in ihrer Gesundheit und ihren sozialen Fähigkeiten eingeschränkt. Während des individuellen Betreuungsprozesses sollen der Suchtmittelkonsum verringert, Abstinenzphasen verlängert sowie der physische und psychische Allgemeinzustand stabilisiert und verbessert werden. Diese und die Entwicklung weiterer Fähigkeiten können in Maßnahmen zur Vorbereitungder weiteren beruflichen Rehabilitation, in eine Alkoholentwöhnungsbehandlung oder in anderen Hilfsformen münden. Die Dauer der Hilfe richtet sich nach den Zielen im Behandlungsplan und wird in der Regel zunächst für ein Jahr festgesetzt. Verlängerungen sind möglich.

Im Team der Tagesstätte für Suchtkranke Hohenschönhausen arbeiten derzeit eine Sozialpädagogin, zwei Sozialpädagogen und zwei Ergotherapeutinnen.

Kontakt, Öffnungszeiten und Anfahrt

Stiftung SPI
Tagesstätte für Suchtkranke Hohenschönhausen

Oberseestraße 98
13053 Berlin
Ansprechpartner/in: Jana Uhlig


Standort Berlin

Telefon: 030 98638797
Fax: 030 98638795
E-Mail: ts-hsh( at )stiftung-spi.de

Öffnungszeiten
Mo. bis Do. 08:30–16:00 Uhr
Fr. 08:30–15:00 Uhr

Barrierefreier Zugang, behindertengerechtes WC

Verkehrsverbindung
Tram M5, 27, Bus 256, 194

Fahrinfo unter www.vbb.de

Angebote

  • geregelte und alltagsnahe Tagesstruktur in geschütztem und suchtmittelfreiem Raum
  • Unterstützung bei Anträgen und Behördengängen (Sozialamt, JobCenter usw.)
  • Vermittlung und/oder Begleitung zu Ärztinnen und Ärzten
  • Aufbau und Gestaltung sozialer Kontakte, auch zu anderen Betroffenen
  • Suchtmittelfreie Freizeitgestaltung
  • Ergotherapie
  • handwerklich–kreative Arbeit, z. B. mit Ton, Holz, Peddigrohr und anderen Materialien, bildnerisches Gestalten und vieles mehr
  • Training alltagspraktischer Fähigkeiten und Haushaltsführung
  • Gartenarbeit im selbst gestalteten Garten mit Grillplatz, Kräutergarten und Lehmofen
  • Gedächtnistraining zu Erhaltung und Verbesserung kognitiver Fähigkeiten
  • Entspannungsangebote an jedem zweiten Mittwoch
  • wöchentlich stattfindende Sprotgruppen mit niedrigschwelligen Angeboten
  • Möglichkeiten zum Duschen und Wäsche waschen

Ziele und Schwerpunkte

Alle Ziele werden individuell und gemeinsam mit den Besucherinnen und Besuchern erarbeitet und in regelmäßigen Abständen angepasst.

Insgesamt betrachtet soll durch den Besuch der Tagesstätte die Selbstständigkeit und Selbstverantwortung der Besucherinnen und Besucher erhalten oder wiederhergestellt werden. Dies beinhaltet alle Alltagsaktivitäten im Hinblick auf persönliche, häusliche und berufliche Selbstständigkeit.

  • Einschränkung des Suchtmittelmissbrauchs
  • Verlängerung der Abstinenzphasen
  • Erreichen einer nachhaltigen Abstinenz
  • Aufbau einer individuellen Tagesstruktur mit Sinnfindung im Beschäftigungsbereich
  • Stabilisierung des psychischen und physischen Allgemeinzustandes
  • (Wieder-)Aufbau sozialer Kontakte und deren Pflege
  • Finden neuer Lebensinhalte und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben
  • (Wieder-)Aufbau von Freizeitmöglichkeiten
  • Verbesserung kognitiver Fähigkeiten
  • Auseinandersetzung mit der Suchterkrankung
  • Beschäftigung mit dem Suchtverhalten und den individuellen Suchtstrukturen
  • Erkennen von Trinkmotiven und Rückfallgefahren sowie deren auslösende Situationen
  • Stärkung der kommunikativen Fähigkeiten
  • Teilhabe am sozialen Leben
  • Förderung von Ressourcen
  • Erarbeitung neuer und realistischer Lebensperspektiven
  • Aufbau der Bindungsfähigkeit
  • Stärkung der Belastbarkeit und Fähigkeiten zur Problembewältigung


Große Bedeutung hat die sozialarbeiterische Unterstützung – sie hilft bei der Absicherung der materiellen Existenzbedingungen. Diese sind Voraussetzung für die Bearbeitung der suchtmittelbedingten Probleme sowie die intensive Auseinandersetzung mit der Abhängigkeitserkrankung.

Mit unserer aufsuchenden Arbeit (Hausbesuch am dritten Fehltag) und der Aufrechterhaltung des Kontaktes streben wir die frühzeitige Unterbrechung eines Rückfalls an.

Methoden

  • Beratung und Betreuung
  • Begleitung und Unterstützung bei Behörden und Ärzten
  • themenzentrierte Einzel- und Gruppenarbeit
  • geschlechtsspezifische Gesprächs- und Sportgruppen
  • Ergotherapie
  • Training alltagspraktischer Fähigkeiten und Haushaltsführung
  • Training zur Selbst- und Fremdwahrnehmung

Struktur

Finanziert durch
Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales

Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales

Status: aktuell
Zeitraum Seit 09.12.1998

 

Art des Projektes


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