Fanprojekt Babelsberg

Fanprojekt Babelsberg

Die sozialpädagogische Fanarbeit in Form von Fanbetreuung durch Fanprojekte stellt eine besondere Art der Jugend- und Sozialarbeit (gemäß § 11 und § 13 SGB VIII) dar und ist seit dem Jahr 1993 offiziell im Nationalen Konzept Sport und Sicherheit (NKSS) und seiner Fortschreibung im Jahr 2012 verankert.

Das Fanprojekt Babelsberg zeichnet sich durch einen szenenahen, sozialpädagogischen Zugang zur aktiven Fanszene des SV Babelsberg 03 aus und orientiert sich maßgeblich an der Lebenswelt der Fans. Das Fanprojekt versteht sich vornehmlich als Instanz der Interessenvermittlung und verfolgt einen nachhaltigen präventiven Ansatz. Durch eine ressourcenorientierte Arbeit entsprechend der Themen der Fanszene sollen die positiven Aspekte der Fußballfankultur gestärkt und gleichzeitig deviantes Verhalten analysiert und thematisiert, sowie diesem ggf. entgegengewirkt werden. Das Fanprojekt Babelsberg verfolgt dabei einen solidarischen Ansatz der kritischen Parteilichkeit und basiert maßgeblich auf Vertrauen und Freiwilligkeit, sowie partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den Fans.

Zur Zielgruppe gehören alle Fans des SV Babelsberg im Alter zwischen 14 und 27 Jahren.

Kontakt, Öffnungszeiten und Anfahrt

Stiftung SPI
Fanprojekt Babelsberg

Rudolf-Breitscheid-Straße 19
14482 Potsdam-Babelsberg
Ansprechpartner/in: Patrice Hannig

Telefon: 0157 31372618, 0160 7339319
Fax:
E-Mail: fanprojekt-babelsberg( at )stiftung-spi.de

Öffnungszeiten
Fanladen (offenes Angebot)
Mo. 15:00–21:00 Uhr
Do. 16:00–22:00 Uhr

An Heimspieltagen jeweils 2 Stunden vor sowie nach dem Spiel.

Verkehrsverbindung
S Babelsberg, ca. 10 min Fußweg; Tram Rathaus Babelsberg, ca. 10 min Fußweg; Bus Spindelstraße, ca. 1 min Fußweg

Fahrinfo unter www.vbb.de

Angebote

Politische Bildungsarbeit

  • Vorträge zu tagesaktuellen und fanpolitischen Themen
  • Workshops und Fahrten für organisierte und unorganisierte Personen
  • Gedenkstättenfahrten, in Verbindung mit Spieltagsbesuchen
  • Aufgreifen von Faninitiativen, z. B. im Rahmen von Aktionstagen gegen Homophobie, Rechtsextremismus etc.
  • Workshops mit ehrenamtlichen Fans für Schulklassen und Jugendgruppen zu den Themen „Diskriminierung und Antidiskriminierung am Beispiel Fußball und Fankultur“

Mediation und Konfliktbewältigung

  • Vermittlung bei Problemen mit Polizei und Ordnungsdienst sowie Hilfestellung bei rechtlichen Konflikten – Vermittlung von Rechtsanwälten
  • Austausch in sicherheitsrelevanten Fragen mit fußballrelevanten Institutionen
  • Mediation zwischen konkurrierenden Fangruppen

Ziele und Schwerpunkte

Ein Fanprojekt ist nach dem NKSS eine unabhängige Einrichtung der Jugendhilfe. Die Ziele der verschiedenen Fanprojekte können je nach Bedarf sehr unterschiedlich sein.

  • Stabile und belastbare Beziehungen zu den einzelnen jungen Fußballfans (14 bis 27 Jahre) , um deren Bedarfe frühzeitig zu erkennen und als Ansprechperson wahrgenommen zu werden
  • Einzene Personen werden in persönlichen Krisen stabilisiert und selbstschädigendes Verhalten wird möglichst verhindert
  • Prävention von Aggressionen und Gewalt vor, während und nach Sportveranstaltungen
  • Rassistisches, rechtsextremistisches, homophobes und sexistisches Verhalten wird kritisch reflektiert 
  • Gleichberechtigung zwischen männlichen und weiblichen Fans im Stadion und im Fanalltag
  • Die Öffentlichkeit entwickelt ein Verständnis für die spezifische Sub-/Jugendkultur der aktiven Fanszene  

Konflikte zwischen Fans und Polizei, Sicherheitsdiensten oder Verein werden im Dialog und friedlich gelöst

Methoden

Aufsuchende Arbeit

  • Begleitung der Fans bei Heim- und Auswärtsspielen (sowie auf Reisewegen)
  • Begleitung von Ausflügen im Fußballkontext
  • Direkte Ansprache junger organisierter und unorganisierter Fans im Stadion

Einzelfallarbeit

  • Beziehungsarbeit durch offene Angebote, aufsuchende Arbeit und ständige Begleitung
  • Beratungsangebote für junge Fans mit Hilfebedarf
  • Förderung eines verantwortungsbewussten Umgangs mit Drogen und Alkohol

Offene Angebote und Gruppenarbeit

  • Regelmäßige Betreuung des Fanladens mit offenen Angeboten
  • Spezielle Angebote für die Gruppe der jüngeren Fans, z. B. U18-Fahrten in Verbindung mit Angeboten kultureller und politischer Bildung
  • Angebote zur alternativen Freizeitgestaltung wie z.B. Jugendbegegnungen, Bildungsfahrten oder erlebnispädagogische Angebote

Empowerment und Selbstorganisation

  • Unterstützung der Fans bei der Selbstorganisation
  • Genderarbeit im Kontext von fußballbezogenem Sexismus, von Frauenfeindlichkeit und Homophobie

Struktur

Gefördert durch
Stadt Potsdam

Stadt Potsdam

Gefördert durch
Land Brandenburg

Land Brandenburg

Gefördert durch
Deutscher Fußball-Bund e. V.

Deutscher Fußball-Bund e. V.

Status: aktuell
Zeitraum Seit 01.06.2014

 


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